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Kaninchen, Hühner, Gänse, Tauben und mehr… (Nr. 39) PDF Drucken
Kennen Sie die „Blauen Wiener“, „Roten Neuseeländer“, „Deutschen Widder“, „New Hampshire“, „Australorps“ oder die „Altholländischen Kapuziner“?
Alles sehr klangvolle Namen bekannter
Rassekaninchen, -hühner oder Tauben. Kaninchen- und Geflügelausstellungen haben bei uns Tradition.
Nicht nur die Zucht und Tierhaltung erfordern viel Fleiß, Sachkenntnis und Tierliebe.
Der Tierhalter investiert auch viel Zeit und Geld.
Die Vereine, auch in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, veranstalten gemeinsame Leistungsschauen, meist im Frühjahr, um die Osterzeit- und im Herbst, um z.B. die besten Jungtiere des Jahres zu präsentieren. Für solch ein „Casting“ werden die rassetypischsten Tiere fein gemacht für eine kritische Jury, die nach einem Punktesystem bewertet.
Die Ausstellungen werden von den Ausstellungsleitungen und vielen fleißigen Helfern und Sponsoren mit viel Engagement organisiert und durchgeführt.
Erfreulicherweise- und sicher auch von der Liebe zu den Tieren geprägt, stellen Gewerbetreibende geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung, auch für die Beratungen der Vereinsmitglieder, zu denen Gäste immer willkommen sind.
Ob Hobby-Tierhalter oder Profi: Es werden Erfahrungen ausgetauscht. Es ist ein ständiger Prozess. Viele Tierhalter verfügen über eine jahrzehntelange Praxis. Sie würden diese gern weitergeben an junge Leute. Es fehlt jedoch der Nachwuchs. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren wegen eines Futterskandales BIO-Eier sehr gefragt und die Nachfrage steigt.
Einer, der das Handwerk liebevoller Tierhaltung von Kindesbeinen gelernt hat, ist Christian Brüsch aus Basdorf, jetzt Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Mühlenbeck. Zu Hause gibt es Arbeitsteilung. Der Vater ist zuständig für das Federvieh, der Sohn für die Kaninchen. Beide gehen von den Leistungsschauen nicht ohne Auszeichnungen nach Hause. Wer seit 30 Jahren in der Branche tätig ist, verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz und weiß, wo der „Hase im Pfeffer steckt“. Bei einer Vielzahl von Tieren sind in einem Dorf in waldreicher Umgebung auch Einbußen möglich. Nach dem Motto: „Fuchs du hast die Gans gestohlen… „ Manchmal ist auch der Marder der Bösewicht!
Wohlgemerkt, der Ehrgeiz ist nicht der Erhalt eines Pokals, sondern die Freude über gesunde und schöne Tiere. In unseren ländlich geprägten Siedlungen hört man immer seltener einen Hahn krähen, eine Gans oder Ente schnattern. In den Ausstellungsräumen gibt es das Tierkonzert gratis zum überall recht moderaten Eintrittspreis.
Landleben pur!
Ein Ausstellungsbesuch ist auch immer ein besonderes Erlebnis für Kinder, und manch einer geht mit dem „Tier seiner Wahl“ nach Hause wie „Hans im Glück“. Dann stehen die Aussteller auch weiterhin gern mit Rat und Tat zur Seite. Es ist erwiesen, dass Kinder denen altersgerecht Tiere zur Pflege anvertraut werden, sich sehr sozial entwickeln.
Kleintierzuchtvereine gibt es schon seit hundert Jahren, früher aus der Not geboren.
Immer waren und sind die Vereine geprägt von einem freundschaftlichen und auch fröhlichen Miteinander. Es gilt sie auch in unserer heutigen Zeit zu fördern, denn sie bereichern maßgeblich das Vereinsleben in unserer Gemeinde.
Angelika Kastl
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30. November 2011 )
 
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