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Nachdenken! (Nr. 41) PDF Drucken
Genau vor einem Jahr schrieben wir an gleicher Stelle unter der Überschrift „Umdenken!“ über die Notwendigkeit, das Energiekonzept dieses Landes neu zu gestalten. Anlass war die Reaktorkatastrophe in Japan Anfang 2011. Inzwischen ist viel geschehen: Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen, der Umbau auf erneuerbare Energien wurde zum zentralen Thema. Doch siehe da, so einfach ist das Ganze dann doch nicht. Während man in Brandenburg darüber streitet, was besser sei – das Abbaggern von Dörfern für die Braunkohle oder die Abholzung von Wäldern für Windkraftanlagen – sind die großen Energiekonzerne damit beschäftigt, ihren Gewinn zu sichern. Egal wie die Energiezukunft aussieht, sie werden die Gewinner bleiben. Es geht um die Betreibung der Energienetze, um Durchleitungsgebühren und um höhere Strompreise. Wer auf Atomenergie verzichtet, muss eben drauf zahlen.
Das scheint dann doch ein wenig zu kurz gedacht zu sein. Jetzt bestünde die Möglichkeit, die Energieversorgung dieses Landes auf völlig neue Beine zu stellen, mit den Bürgern und für die Bürger. Energie sollte dort produziert werden, wo sie gebraucht wird. Und alle sollten von diesen neuen Technologien etwas haben, nicht nur magere Steuerbeträge, deren Zahlung noch fraglich ist. Es geht nicht darum, das kleinere Übel zu wählen, sondern über die Energiegewinnung im 21. Jahrhundert grundsätzlich neu nachzudenken. Dazu zählen vor allem die Erforschung und Realisierung neuer Technologien, die sicher und zukunftsträchtig sind. Die Vernichtung unserer Landschaft kann keine erstrebenswerte Lösung sein, egal wo sie stattfindet.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28. April 2012 )
 
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