Startseite arrow Gemeinde Wandlitz arrow Titelthemen arrow Akzeptanzdialog (?) (Nr. 43)
Akzeptanzdialog (?) (Nr. 43) PDF Drucken
ralf-christoffersAm 27. Juni 2012 besuchte der Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers im Rahmen der "Energietour" die Regionale Planungsgemeinschaft Barnim-Uckermark in Eberswalde. Vor dem Paul-Wunderlich-Haus wurde der Minister mit Plakaten der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" und der Bürgerinitiative „Hände weg vom Liepnitzwald“ empfangen. Er ließ sich von den Vertretern der Bürgerinitiativen bezüglich der Hintergründe ihres Protests ausführlich informieren, so dass die Veranstaltung mit zehnminütiger Verspätung begann.
Zu Beginn wurde die Notwendigkeit einer nachhaltigen Energiewende mit dem Ziel des Klimaschutzes dargestellt. Im Anschluss stellte der Minister die Ziele der Brandenburger Energiestrategie 2030 vor und leitete gleichzeitig zur Diskussion über. Die von den Bürgern gestellten Fragen wurden unter Berücksichtigung verschiedener Interessen, wie Natur und Umweltschutz, beantwortet. Erfreulich war, dass der Minister explizit die Planung des Windparks im Liepnitzwald als überprüfenswert einstufte. Auf seiner Internetseite scheint aber davon keine Rede mehr zu sein. Hier findet man plötzlich die Windeignungsgebiete in Prenden und am Liepnitzsee wieder.
Die beiden Initiativen haben ihre Anliegen wahrnehmbar und konstruktiv den Verantwortlichen ins Bewusstsein gerückt. Seitens des Ministers schien es aber vor allem darum zu gehen, dass die Bürger die geplanten Maßnahmen akzeptieren, also Vertrauen in die Politik entwickeln. Das hatten wir aber schon einmal - mit verheerendem Ergebnis. Für uns gibt es keinen Grund, blind den Vorstellungen der Politiker zu folgen. Daran ändern auch schöne bunte Statistiken und blumenreiche Erläuterungen nichts.
Zustimmen kann man der Äußerung, „den Dialog mit dem Bürger vor Ort habe man schon vor sechs bis sieben Jahren suchen müssen!" Doch wie sieht dieser Dialog aus?
So erläuterte ein beauftragtes Büro, dass im Regionalbereich Uckermark-Barnim noch große Potentiale für die Umsetzung der Energiestrategie 2030 vorhanden seien. Anlagen für die Windenergie könnten mehr als verdreifacht werden! Brauchte dieses Büro ein Erfolgserlebnis? Brauchen wir immer mehr Windparks?
In Kürze sollen von der Regionalen Planungsgesellschaft Wanderkarten erscheinen, die immer aktuell auch die Windräder ausweisen - eine Attraktion?
Das Thema Energieeinsparung spielte in der Veranstaltung keine besondere Rolle, mit Ausnahme der prozentualen Vorgaben für Brandenburg. Man beschränkte sich dabei auf die Dämmung von Immobilien. Das ist sicher zu kurz gegriffen. Völlig außen vor wurde der Nutzen für die Bevölkerung, ihre Beteiligung an Energieerzeugung und damit verbundene Kostenersparnisse gelassen.
Alles in Allem bleibt bei den Teilnehmern der Gedanke, dass beim Thema Energiewende noch sehr viel Klärungs- und Informationsbedarf besteht.
Jana Aporta, Angelika Kastl
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 3. August 2012 )
 
< zurück   weiter >
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2007 by Firma