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Schulentwicklung in der Gemeinde Wandlitz (Nr. 6) PDF Drucken
Schulentwicklung in der Gemeinde Wandlitz
Zuwachs erfordert Konsequenzen
Ist die Ausgabenpolitik der Gemeinde Wandlitz hinsichtlich der Aufwendungen für Bildung und Schulentwicklung auf dem richtigen Weg?
Werden die Interessen unserer Kinder und Jugendlichen berücksichtigt? Die Kinder und Jugendlichen wachsen nicht nur in den Familien auf, sondern in einem nun größeren Gemeindeverband, der finanziell nicht schlecht ausgestattet ist. Wie die Kämmerin Heike Degen im Heidekraut Journal Nr. 5 mitteilte, beherrscht die Gemeinde ihre Schulden und verschafft sich somit finanzielle Handlungsfähigkeit. Andererseits aber begrenzt die Finanzsituation im Land und im Kreis das erforderliche Bildungsangebot und es wird nur das Notwendigste finanziert. Am 4. Mai 2006 kam der Landrat Ihrke mit Vertretern aus Politik und Bildung zu einem „Bildungs-Gipfel“ zusammen, um seine Vorstellungen im Kreistag mehrheitlich durchzusetzen. Dabei wurde der Vorschlag zum Gymnasium Wandlitz dahingehend vertreten, dass das Gymnasium am jetzigen Standort konzentriert wird. Die Dezentralisierung soll rasch aufgelöst werden, indem auch die Räume der Grundschule für das Gymnasium genutzt werden. Das bedeutet: Die Grundschule müsste in ein anderes Objekt verlegt werden, etwa nach Basdorf. Der Landrat erwartet, dass die Gemeindevertretung diesen Standpunkt gegen den klaren Willen der Bürger, beide Schulen zu erhalten, mit trägt. Die Vertreter der Gemeinde könnten jetzt taktieren, eine kurzfristige Lösung ist jedoch gegen den Kreis nicht erreichbar. Diese Situation ist bedauerlich. Die Großgemeinde hat einen hohen Zuwachs in der Einwohnerentwicklung. Ein großer Teil der Familien mit Kindern verfügt über ein gehobenes Einkommen und zeichnet sich durch einen ausgeprägten Bildungsanspruch aus. Dem muss die Kommune besser gerecht werden. Forderungen zur Entwicklung der Ganztagsschule und zu einem erweiterten Angebot für die Nachmittagsstunden wird in unserer Gemeinde noch viel zu wenig berücksichtigt. Ein stärkeres Engagement der Gemeinde zur Verbesserung des Bildungsangebots und der produktiven Freizeitgestaltung wäre ein Beitrag nicht nur für die individuelle Zukunft der Kinder und Jugendlichen, sondern der Gesellschaft überhaupt. Jeder Euro für unsere Kinder und Jugendlichen sinnvoll für drei Grundschulen, zwei Oberschulen und das Gymnasium an den Standorten eingesetzt wäre eine Investition in die Zukunft und eine Stärkung der Großgemeinde. Werte Gemeindevertreter, treffen Sie mit dem Bürgermeister in diesem Sinne die entsprechenden Entscheidungen jetzt, die Gemeinsamkeit würde gestärkt werden und es wird nichts billiger. Wolfgang Weidler
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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