LöwenMovies (Nr. 47) PDF Drucken
Damit hatten sie nicht gerechnet: Christoph Stern und Mathis Oberhof mussten Stühle schleppen, weil im Februar (125 Zuschauer ) zu FRIDA und im März (103) zu „In guten Händen“ viel mehr Besucher kamen, als die Veranstalter erwartet hatten. „Am meisten freut mich, “ meint Oberhof, „dass auch viele jüngere Menschen dabei sind. Die LöwenMovies entwickeln sich schneller, als wir zu hoffen wagten, zu einem neuen Highlight, und einem Treffpunkt kulturell interessierter Menschen. Die kleinen Bistro-Tische, an denen Getränke und Essen auch während der Vorstellung abgestellt werden können, verbreiten eine ganz eigene Atmosphäre“. Beim März-Streifen, der auf humorvoll-frivole Weise und doch auch mit ernstem politischen Hintergrund die Erfindung des Vibrators und Anfänge der Arbeiterbewegung in England behandelte, wurde der altehrwürdige Tanzsaal von Lachsalven erschüttert, die er wohl selten erlebte.
Nun geht es nach Ostern (deshalb erst am zweiten Mittwoch, dem 10.
dino-saurier-webApril!) weiter mit dem umwerfenden Leander-Hausmann-Film „DINOSAURIER – Gegen uns seht ihr alt aus!“ (Fotos: Verleih). Hier hat der Star-Regisseur von Sonnenallee, Hotel Lux und anderen Erfolgsnummern die Altgvier_minuten-webarde von Schauspielern aus Ost und West gewonnen. Neben Eva Maria Hagen und dem Vater des Regisseurs, Edzard Haussmann (der kurze Zeit später verstarb) sind mit dabei: Walter Giller und Nadja Tiller, Ralf Wolter, Ingrid van Bergen und Daniel Brühl als der fiese Investor.
Senioren aus dem Ostteil Berlins sollen betrogen und verschoben werden von einer Mafia aus Banken und Investoren. Aber die Herren in Nadelstreifen haben sich verrechnet, als sie auf die Demenz der Alten hoffen. Die Gang aus dem Altersheim legt die Investoren aufs Kreuz, dass das Bauchfell nur so zittert.
Im Mai, dann ebenfalls ausnahmsweise der zweite Mittwoch wegen des Maifeiertages, am 8. Mai um 20:00 Uhr einer der letzten Filme der großen Monica Bleibtreu als Klavierlehrerin Traude und der ausdrucksstarken Hannah Herzsprung als Jenny, die als Mörderin im Knast einsitzt und beim Klavierspielen nicht nur Unglaubliches aus dem Instrument, sondern auch Verdrängtes aus der eigenen Vergangenheit erfährt. Sie liefern sich ein „atemberaubendes Tauziehen zweier nahezu tödlich verletzter Seelen, wie wir es lange nicht gesehen haben“ (Welt). Aber keine Angst, bei aller Dramatik ist auch dies ein Film, „von dem Sie glücklich nach Hause gehen werden“, verspricht der
Verein LöwenMovies.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
< zurück   weiter >
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2007 by Firma