FLASHMOB (Nr. 48) PDF Drucken
Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde freundlinnen-b-web
Politiker und Politik haben bei Jugendlichen nicht immer den besten Stand. Das scheint mir zuerst auch verständlich, da sich auch mir als halbwegs durch zwei Systeme
politisch gebildeter Mitmensch das in der täglichen deutschen Politik gelebte Demokratiebewusstsein kaum erschließt. Ob nun Herdprämie, das Schreiben einer abgeschriebenen Diplomarbeit, das rechtschreibfreie Internet, tieffliegende Nachtlandungen, die Quotenfrau bei Papa im Vorstand oder streikende angestellte, ungeachtet schlecht bezahlte, fehlende Lehrer politisch tiefgründige politische Entscheidungen sind, konnten auch demokratisch beschlossene Kriege nicht klären.
Da scheint es in jedem Smartphone4 täglich mehr zu entdecken geben, zumindest wenn man als aufblickender Mitfahrer eines öffentlichen Verkehrsmittels die eigene Welt entdeckt.
Aber Eines steht fest, ALLES belastet den Haushalt und in Deutschland steigen die Steuereinnahmen. Die Belastungen waren und sind teilweise so stark, dass oft die Schwächsten im Glied gestärkt werden müssen. Ich meine die Banken, die trotz verzockter Kohle den meisten Jugendlichen ein kostenloses Girokonto anbieten können.
Legen wir die unverständlichen großpolitischen Themen beiseite, es sind so viele komplexe Themen, das können nur europäische Entscheider bewerkstelligen. Reine Zeitverschwendung und ich verstehe Euren Null Bock, oder eben auch nicht. Da sollte es doch im kleinen beschaulichen Heimatort eigentlich schon viel leichter sein, durch leises Kinderweinen ein paar Gemeindevertreter davon zu überzeugen, dass das Geld der Eltern nicht nur auf breit betonierten Straßen liegen zu lassen, sondern in völlig unorganisierte durchgeknallte Jugendtreffs zu versenken. Gäbe es Bonifikationen hierfür, wären die sogenannten Leergeschäfte bereits Geschichte.
Ich möchte den Faden dann doch noch einmal aufnehmen, die Gesellschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Und hier meine und glaube ich, dass es unsere Kinder sind. Also die Menschen bis zur fertigen Ausbildung unter uns, die danach nicht nur den Mindestlohn der Eltern erhalten sollten. Ich glaube, da müssen wir die auf den Lebensabend Zugehenden erheblich mehr Toleranz aufbringen, als wir es selbst von unseren Kindern und jugendlichen Mitbewohnern erwarten. Bitte rechnet doch noch einmal selbst nach, wie viele Stunden einige, sich in der Minderheit befindende Kinder, auf Waldspielplätzen in Wohngebieten laut sein können. Also, unser Rasenmäher ist 96 db geräuschaktiv und zirka vier Stunden unterwegs. Wenn ich ohne Gehörschutz mit dem Mäher unterwegs bin, höre ich schon gar nicht mehr, wenn die Kinder wegen aufgeschlagener Knie mit geschätzten 70 db losheulen. Ich bin sozusagen für klar reglementierte Rasenmähzeiten, unbedingt außerhalb der Ruhezeiten für Kinder.
Oder besteht doch die Möglichkeit, dass wir uns gemeinsam miteinander organisieren? Ihr lieben Jugendlichen, organisiert mal mehr oder weniger Euren eigenen Treffpunkt, die Steuergelder hierfür werden, wenn IHR es fordert, mit Sicherheit großzügiger bereit gestellt und die Gemeindevertreter suchen und finden dann auch kurzfristig den richtigen systematisch entschiedenen Raum hierfür.
Also ich würde mich freuen, wenn wir uns auf einer der nächsten Sitzungen beim Ortsbeirat, Jugendausschuss, Hauptausschuss oder Gemeindevertretersitzung treffen könnten. Ihr erkennt mich schon wenn Ihr vorbei kommt, denn ich werde auf Euch zugehen und auch ansprechen, weil Ihr jünger seid und somit sofort erkannt werdet.
Und wenn Ihr doch noch Frust habt, dann geigt Euch in der Musikschule aus, kotzt Euch die Lunge auf der 400 Meter Tartanbahn aus oder tanzt Eure Probleme im Golden Tanzschuh aus. Aber bitte in Eurer eigenen Gemeinde. Subsumiert dargestellt wünsche ich mir für Euch einen täglichen barrierefreien Kindertag. Und bitte stürzt nicht beim fetten Grinsen auf dem Schotterweg am Ende der Buswendeschleife an der Wandlitzer Grundschule. Ihr müsst auch Verständnis für planvoll handelnde Erwachsene aufbringen.
André Schüler

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Hier erwarte ich nur sinnbringende Vorschläge für die familienfreundliche Gemeinde.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 31. Mai 2013 )
 
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