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Zum 50. Mal - Heidekraut Journal (Nr. 50) PDF Drucken
horst-web-kl-bNun haben wir es also geschafft: Das 50. Heft des Journals hat unsere Leser erreicht.
Als vor acht Jahren das erste Heft erschien, gab es große und berechtigte Zweifel, ob weitere Ausgaben kommen werden. Tatsächlich lief das nicht
immer konfliktfrei ab, viele unterschiedliche Auffassungen prallten aufeinander. Den einen waren wir zu links, andere wiederum meinten, wir hätten etwas gegen die Linken. Wie sollte man es allen recht tun? Letztlich hat sich die Auffassung behauptet, dass wir eine Zeitschrift für die Bürger unserer Gemeinde sein wollen. Sie sollten eine Plattform erhalten, auf der sie sich zu den verschiedensten Problemen äußern können.
Zahlreiche Mitbürger haben davon auch Gebrauch gemacht. Und wir haben nicht nur berichtet, was so los ist in unserer Gemeinde. Wir haben uns auch eingemischt, den Finger in so manche Wunde gelegt und auch Wahrheiten gesagt, die nicht jedem gefielen. Die erste Aktion, bei der wir ordentlich mit diskutierten, war die Neugestaltung der Schullandschaft in unserer Gemeinde vor acht Jahren. Wir haben den Vorschlag von Helmut Steinbach unterstützt, der zu der Schulstruktur führte, wie wir sie heute kennen. Das Gymnasium blieb in Wandlitz, eine nagelneue Grundschule wurde gebaut. Und die eigenwilligen Pläne einiger Gemeindevertreter blieben auf der Strecke.
Eingemischt hatten wir uns auch bei der Sicherstellung von Kinderbetreuungsplätzen in den Orten der Gemeinde. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, wie den Eltern zugemutet wurde, ihre Kinder sonst wo unterzubringen. Heute ist das Problem zumindest vorerst gelöst: Es stehen ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung, neue Einrichtungen wurden gebaut und vorhandene modernisiert.
Als die neun Orte der Großgemeinde zusammen gelegt wurden, bedachte man nicht alle Konsequenzen. Wer einen Bürger von Wandlitz aus in Prenden anrufen wollte, benötigte ein zusätzliches Telefonbuch. Insgesamt fünf verschiedene Telefonbereiche gab und gibt es bei uns. Durch die Initiative von Walter Sander, der dazu auch mehrfach im HK-J schrieb, haben wir heute ein einheitliches Telefonbuch für alle Bürger der Gemeinde.
Ausführlich berichteten wir über einen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, der früher in Schönwalde zu Hause war. Karl Schweitzer, dessen Name einst die Oberschule in Basdorf trug, wurde der Vergessenheit entrissen. Für ihn und weitere Bürger aus unserer Gemeinde wurden im Ergebnis unserer Initiativen Ehrengräber angelegt.
Breiten Raum nahmen auch die Baumaßnahmen in der Gemeinde und der Wille der Bürger dazu ein. Wir unterstützten die Forderungen der Bürger aus der Waldheimsiedlung beim Bau der Basdorfer Hauptstraße. Wir machten die Probleme bei dem Ausbau der Klosterfelder Bahnhofstraße öffentlich und trugen so dazu bei, dass man sich in der Verwaltung bewegte.
Wir waren es auch, die auf den damals völlig maroden Jugendclub in Basdorf aufmerksam machten und so die Entscheidung für einen Neubau in Gang brachten.
Von Anfang an traten wir für eine gemeindeeigene Baumschutzsatzung ein. Weil wir die Wahrheit sagten, drohte man uns sogar mit rechtlichen Schritten. Inzwischen gibt es eine solche Satzung, und wir hoffen, dass sie dazu beiträgt, den Kahlschlag in unseren Orten zu beenden.
Schließlich treten wir konsequent dafür ein, dass in unseren Erholungswäldern keine Windkraftanlagen errichtet werden. Wir sind für erneuerbare Energie, aber nicht um jeden Preis. In ein Landschaftsschutzgebiet gehören nun mal keine Industrieanlagen. Wir werden uns so lange dazu bemerkbar machen, bis die Pläne diesbezüglich vom Tisch sind.
Nicht zuletzt haben wir die Diskussion über die Errichtung eines Schwimmbades in der Gemeinde angeregt. Noch ist das Projekt eine Vision, aber wir bleiben dran.
Das HK-J wird sich auch künftig kritisch zu den Problemen der Gemeinde äußern. Wir werden Missstände öffentlich beim Namen nennen und uns dabei von Niemandem einschüchtern lassen. Jeder, der dazu etwas zu sagen hat, kann das auch in unserem Blatt tun. Wir sind offen für andere Meinungen und wir äußern unsere Meinung ebenso offen.
Horst Schumann, Chefredakteur
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 4. Oktober 2013 )
 
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