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Klimaschutz und Erderwärmung – nur Panikmache? (Nr. 51) PDF Drucken
Welches Signal geht von Herrn Schumanns Artikel im letzten Heidekrautjournal aus? Mit der Erderwärmung ist alles nur Panikmache. Dass der Mensch das Klima beeinflusst, ist nicht zu beweisen. Der Anstieg der CO2-Konzentration ist kaum messbar.
Sämtliche Informationen dieses Artikels scheinen aus einer einzigen Quelle zu stammen, nämlich aus einer Stellungnahme zu einer Broschüre des Umweltbundesamtes durch ein scheinbar seriöses Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) mit Sitz in Jena. EIKE ist ein Verein von knapp 100 Menschen, der laut Wikipedia von der Welt der Wissenschaft als unseriöses Institut betrachtet wird. Mit entsprechenden Artikeln befürwortet der Verein die Kernenergie und fordert ein Ende der „Kernenergie-Diskriminierung“. Klimapolitik sei ein Vorwand, um das Volk mit Abgaben zu belasten. Hallo? Wenn die Kosten für Kernenergie, Braun- und Steinkohle aus Steuergeldern finanziert werden, ist das keine Last, die der Steuerzahler zu schultern hat? Von 1970 bis 2012 waren das immerhin 611 Milliarden Euro! Die steuerliche Belastung der 40 Millionen Haushalte betrug in den 42 Jahren über 360 Euro/Jahr. Legt man die Fördergelder auf die tatsächlich erzeugte Kilowattstunde um, dann ergibt sich für: Erdgas (0,3 Cent/kWh), Braunkohle (1,3 Cent/kWh), Steinkohle (3,3 Cent/kWh), Erneuerbare (3,4 Cent/kWh) und Atomstrom (4 Cent/kWh). Der angeblich so billige Atomstrom erhielt also die höchste Fördersumme. Weltweit findet sich kein Versicherer, der die Haftung für Reaktorunfälle übernimmt. Weltweit gibt es kein einziges Endlager. Der Rückbau von Atommeilern verschlingt Unsummen und dauert Jahrzehnte (der Plan für die Demontage des vergleichsweise kleinen Greifswalder Versuchsreaktors läuft bis 2064!). Der Atommüll muss über tausende von Jahren sicher verwahrt werden. Nachfolgenden Generationen werden dort Kosten aufgebürdet, obwohl sie schon seit Jahrhunderten nichts mehr von dem heutigen Nutzen der Atomkraftwerke haben?
2010 lagen die Subventionen für Erneuerbare bei 7,6 Cent je kWh und damit erstmals höher als die von Atomstrom. Dies ist jedoch kein Beleg für die hohen Kosten des grünen Stroms, da die konventionellen Energien durch langjährige Subventionen bezahlbar gemacht wurden und Folgekosten (absaufende Steinkohlebergwerke, Tagebauten, Klimaschäden, Atommüll) nicht eingerechnet werden. Eine vergleichbare Anschubfinanzierung für Atomreaktoren hätte 1970 den Strompreis um 70,2 Cent/kWh verteuert.
Bei Wikipedia stehen unter dem Stichwort „Globale Erwärmung“ teilweise völlig andere Fakten, als im EIKE-Artikel. In unlauterer Weise werden z.B. Betrachtungszeiträume so gewählt, damit die Erkenntnisse von 92 Prozent der Wissenschaftler scheinbar widerlegt werden. Entgegen der Behauptungen von EIKE verläuft der Erderwärmungsprozess seit 1880 erheblich schneller als alle bekannten Erwärmungsphasen der letzten 65 Millionen Jahre (zirka 1 Grad pro hundert Jahre statt 1 Grad pro tausend Jahre). Und warum angesichts der Daten zur CO2-Konzentration in der Atmosphäre der vergangen 1.000 Jahre von „kaum messbar“ behauptet wird, ist mir unbegreiflich, ist sie doch von relativ konstanten 290 ppm auf 390 ppm gestiegen.
Ur- und Regenwälder werden in bedrohlicher Weise abgeholzt – und zwar 50.000 Fußballfelder – täglich! In nicht einmal elf Monaten wäre Deutschland komplett entwaldet. Und das soll das Klima nicht verändern und Naturkatastrophen nicht verschlimmern?
Klaus Geisthardt, wandlitzerneuerbar
 
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