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Die Zukunft ist ERNEUER: BAR (Nr. 51) PDF Drucken
Am 8. Oktober 2013 fand auf Einladung des SPD Ortsverein Basdorf ein Informations- und Diskussionsforum zum Thema „Herausforderung und Chance bei der Mitgestaltung und Umsetzung der Kreisstrategie für die Gemeinde Wandlitz“ im „Goldenen Löwen“ statt.
Als Gäste waren der Geschäftsführer der Barnimer Energiegesellschaft mbH Thomas Simon, der Geschäftsführer der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft Christian Mehnert und die Sozial- und Umweltdezernentin des Landkreises Barnim Silvia Ulonska eingeladen.
Als erster informierte Christian Mehnert über die Einbindung der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft in die Nullemissionsstrategie des Landkreises. Dabei verwies er auf die bereits erzielten Erfolge auf diesem Gebiet. Genannt wurde unter anderem der sich im Aufbau befindliche Energiepark Ostende. Dieser wird nach seiner Fertigstellung auf der dortigen ehemaligen Deponie über eine Deponiegasverwertungsanlage mit einer Stromproduktion von 6.300 MWh/a, einer schon bestehenden Photovoltaikanlage auf einem Nullemissionshaus mit einer Leistung von 40 MWh/a und einer Freifläche mit einer Photovoltaikanlage mit 734 MWh/a verfügen.
Weiterhin wird als Forschungs- und Anschauungsobjekt eine Mikroalgenanlage zur Bindung von CO2 aus den Abgasen der BHKW und zur Produktion von Mikrobioalgenmasse sowie Kleinstwindenergieanlagen mit einer Leistung von 1 bis 5 KWh errichtet.
Herr Mehnert berichtete weiter, dass es in seinem Unternehmen Überlegungen gibt, neben den in Bernau bestehenden Recyclinghof im Bereich der Gemeinde Wandlitz einen Wertstoffhof zu errichten. Das würde den Bürgern im Einzugsgebiet Fahrten nach Bernau ersparen.
Im Auftrag des Landkreises wurde eine Machbarkeitsstudie über mögliche Handlungsoptionen bei der Sammlung von Bioabfällen erstellt. Dies wurde insbesondere durch das 2015 in Kraft tretende Wirtschaftskreislaufgesetz notwendig, das die Sammlung von privaten Bioabfällen zur Pflicht macht. In dieser Studie wurde die insgesamt anfallende Biomasse innerhalb der Gemeinde (also auch Grünschnitt, Gewässerbewuchs) jedoch nicht erfasst.
Vor diesem Hintergrund und der Idee, in Wandlitz eine Biogasanlage zu errichten, die sich sowohl durch kommunale und als auch private Biomasse betreiben lässt, wurde klargestellt, dass die Sammlung der privaten Biomasse Aufgabe des Landkreises ist. Die geplante Voruntersuchung durch die Gemeinde wurde mit dem Hinweis auf die Studie des Landkreises als nicht notwendig angesehen.
In der darauf folgenden Diskussion wurde dann klargestellt, dass sich diese lediglich auf die private Biomasse bezog und der kommunale Bereich nicht betrachtet wurde.
Erfreulich war, dass am Ende der lebhaften Diskussion sowohl von Frau Ulonska als auch von Herrn Simon zugesagt wurde, die Entwicklung des Projektes einer Biogasanlage in der Gemeinde zu unterstützen.
Wolf-Gunter Zätzsch
 
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