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Jahresrückblick 2013 (Nr. 51) PDF Drucken
Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu, und manch einer wird sich fragen: „Wo ist die Zeit bloß geblieben?“ Viel zu schnell scheinen die Ereignisse an uns vorüber zu rauschen, und ehe wir es uns versehen, beginnt bereits ein neues Jahr und dann noch eines. Wenn man sich die Mühe macht, inne zu halten und die vergangene Zeit Revue passieren zu lassen, dann merkt man, dass doch eine ganze Menge geschehen ist, im Kleinen wie im Großen.
Genau vor einem Jahr schrieben wir auf unserer Seite 1: „Mr. President, setzen Sie sich für den Frieden in der Welt ein, lassen Sie keinen neuen Krieg in Syrien oder anderswo zu!“ Und das Unerwartete, schier Unmögliche geschah: Buchstäblich in letzter Sekunde konnte ein militärisches Eingreifen der USA in Syrien verhindert werden. Nein, Obama ist nicht zum Friedensengel mutiert. Ganz objektive Gründe führten zu der Entscheidung. Aber es gab sie: Die Möglichkeit, nicht militärisch einzugreifen. Nehmen wir das als Anfang dafür, künftig Konflikte grundsätzlich politisch zu lösen. Krieg ist in unserer Zeit kein Mittel mehr, eigene Interessen durchzusetzen. Zu groß ist die Gefahr, dass aus einem kleinen Flächenbrand ein weltweites Desaster wird.
Die Menschheit hat ganz andere Probleme zu lösen, Probleme von globaler Bedeutung. Dazu gehört der ganze Komplex von verheerenden Naturkatastrophen und ihren Auswirkungen, der dauerhaften und für alle Menschen zugänglichen Energieversorgung, der Bekämpfung des Hungers und der Versorgung mit Trinkwasser. Es scheint, dass die wissenschaftlich-technischen Voraussetzungen für die Lösung dieser Fragen in greifbarer Nähe liegen. Die gesellschaftlichen, sprich Eigentumsverhältnisse, werden jedoch zunehmend zu deren Realisierung zu Gunsten aller Menschen zum Hemmnis.
Und damit schlagen wir einen Bogen zu unserer kleinen Welt, hier in unserer Gemeinde. Blickt man zurück, so war das Jahr durchaus nicht eintönig. Zahlreiche Probleme haben uns bewegt: Die Baumschutzsatzung, die Windräder im Liepnitzwald, der Neubau des Agrarmuseums und des Rathausanbaus. Wir feierten gemeinsam Feste, große und kleine und wir trauerten um den Tod von guten Freunden. Wir zeigten gemeinsam Flagge gegen rechte Propaganda, für ein gastfreundliches Wandlitz. Unsere Gemeinde ist auf vielen Gebieten beispielgebend geworden für andere Orte. Der Name „Wandlitz“ hat einen guten Klang auch über unsere Region hinaus.
Wir, die Redaktion des Heidekraut Journals, suchten immer nach dem Meinungsstreit. Nur durch den Austausch verschiedener Auffassungen kann man zu einem tragfähigen Kompromiss gelangen. Aber offenbar fällt es immer noch einigen Mitmenschen schwer, sachlich und überzeugend zu argumentieren. Und wenn die Argumente fehlen, wird auch mal das Gegenüber beschimpft und persönlich angegriffen. Oft ist es nicht leicht, dabei Ruhe und Gelassenheit zu bewahren.
Ja, wir haben in diesem zu Ende gehenden Jahr einen großen Gewinn gemacht mit unserem Journal. Wir haben neue Freunde gewonnen, neue Erkenntnisse. Wir sind reicher geworden an Erfahrungen.
Wir rufen jeden auf, der mit uns unseren Gewinn teilen will, bei uns mit zu arbeiten. Eines können wir aber nicht versprechen: Die Mitarbeit am HK-J füllt Defizite auf privaten Konten nicht.
Wir hoffen damit allen, die hinter unserer Arbeit ein gigantisches Unternehmen mit gewaltigem Profit vermuten, die gebührende Antwort gegeben zu haben.
Die Redaktion
 
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