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Volkes Stimme (Nr. 51) PDF Drucken
In den vergangenen Monaten und Jahren ist eine Zunahme von Bürgerprotesten und Bürgerinitiativen zu den verschiedensten kommunalpolitschen Problemen erkennbar. Was vor geraumer Zeit
noch als unmöglich galt, ist inzwischen Alltag geworden. Tausende demonstrierten gegen das Projekt Stuttgart 21, Massenproteste wandten sich gegen Fluglärm am BER, zahlreiche Initiativen treten gegen die Pläne zum Aufstellen von Windrädern in unseren Wäldern auf. Rechten Volksverhetzern stellen sich weitaus mehr demokratische Kräfte entgegen und sorgen mit immer neuen Ideen dafür, dass die Hasstiraden im Lärm der Musik und Trillerpfeifen untergehen.
Die Meinung der Bürgermehrheit wird auf der Straße kundgetan. Oft scheint es so, als ob die gewählten Volksvertreter dieser Meinung hinterher laufen oder sie nicht selten auch ignorieren. Müsste es aber nicht genau umgekehrt sein? Die Abgeordneten, die sich ja mit den vielfältigsten Problemen beschäftigen, müssten doch als erste erkennen, was des Volkes Wille ist. Sollte nicht von ihnen die Initiative ausgehen, um Lösungen zu ringen?
Es ist schon ein Phänomen, dass Politiker Forderungen erheben oder Vorgaben postulieren, die an der Meinung der Mehrheit vorbeigehen und somit zum Scheitern verurteilt sind. Es scheint gesetzmäßig zu sein, dass Volksvertreter den Bezug zur Volksmeinung umso mehr verlieren, je höher sie in der politischen Hierarchie stehen. Manche beginnen sogar, ihre Meinung danach auszurichten, was ihnen offenbar persönliche Vorteile verschafft. Wer dann darüber stolpert, wird gern als Einzelfall an den Pranger gestellt.
Es täte uns allen gut, wenn die Meinung der Bevölkerung mit der der gewählten Vertreter in Übereinstimmung käme. Nur so können wir uns auch gegen Populisten und politische „Rattenfänger“ schützen.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 31. Januar 2014 )
 
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