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Versperrte Rettungswege (Nr. 52) PDF Drucken
Ich wohne mit meiner Familie und meinem Schwiegervater in der 2005 entstandenen Einfamilienhaussiedlung in Basdorf Am Dorfgraben 7, Nähe Friedhof.
Dort besteht seit deren Entstehen die Problematik, dass
von Seiten der Eigentümer der nachbarlichen Siedlung in einem für uns willkürlichen Akt die Zufahrten zu unserer Siedlung mit einbetonierten Sperren massiver Bauart blockiert wurden. Somit gibt es nur eine schmale, für Rettungsfahrzeuge nicht passierbare „Baustellenzufahrt". Dieser Zufahrtsstreit geht wohl zurück auf einen Streit zwischen hiesigem Immobilienmakler und Eigentümer der Nachbarsiedlung, bei der nie eine entsprechende Lösung gefunden wurde, letztlich auf Kosten der Anwohner.
So gab es mittlerweile schon zwei schwerwiegede Rettungseinsätze, teilweise mit Rettungshubschrauber, bei denen es sicherlich zu entsprechendem Zeitverzug und Unverständnis seitens der Rettungskräfte kam. Beide Male gab es einen tragischen, will sagen tödlichem Ausgang, wobei es sich meiner Kenntnis entzieht, ob das unmittelbar dadurch begründet war, aber ganz sicher zumindest mittelbar!
Man möge sich einmal vorstellen, es läge bei einem entsprechenden Rettungseinsatz nachweislich am Zeitverzug bei tragischem Ausgang. Neben der Dramatik an sich, wer haftet dann?
Heute Morgen nun mussten wir den Notarzt wegen meines Schwiegervaters (Verdacht Herzinfarkt usw.) rufen. Auch diese Rettungskräfte waren fassungslos ob der besagten Zustände. Man schickte dann auch einen Rettungshubschrauber, was den Ernst der Lage klarmacht.
Auf Grund besagter Unpassierbarkeit musste der Patient zunächst zur Nachbarsiedlung getragen und dann über die besagte Sperrschranke gehoben, um dann mit dem Rettungswagen zum Hubschrauber verbracht zu werden.
Ich möchte Sie bitten, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um hier dieser Gefahr von immerhin zirka 50 Menschen in unserer Siedlung, darunter etlichen Alten und schwer kranken, entgegen zu wirken im Sinne einer vor allem dem Wohle des Menschen angemessenen Lösung.
Sven Warnke

Die Gemeindeverwaltung teilte uns mit, dass sie sich bereits mit diesem ernsten Problem beschäftigt. Es müssen jedoch einige komplizierte juristische Fragen geklärt werden. Wir bleiben an dem Thema dran.
Die Redaktion
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. Januar 2014 )
 
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