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Von Äpfeln und Birnen (Nr. 52) PDF Drucken
Zunächst ist zu begrüßen, dass wir die Möglichkeit haben, einen offenen Dialog zu den verschiedensten Problemen zu führen und unsere Meinungen auszutauschen – Dank des Heidekraut Journals. Bei
diesem Meinungsstreit liegt es in der Natur der Dinge, dass auch Beiträge erscheinen, die Widerspruch hervorrufen. Ein solcher Beitrag ist der von Klaus Geisthardt im Heft 51. Er setzt sich dort mit dem Beitrag von Horst Schumann zum Thema Klimaschutz und Erderwärmung ein Heft früher auseinander, behauptet er zumindest. Herr Schumann bezieht sich ausdrücklich auf eine Schrift des EIKE. Herr Geisthardt schreibt nun, „sämtliche Informationen … scheinen aus einer einzigen Quelle zu stammen“. Ja, und?
Doch dann erzählt uns Herr Geisthardt etwas über die Schädlichkeit von Atomkraftwerken und den Folgen ihrer Nutzung. Auf die Frage, ob und wodurch die behauptete Erderwärmung stattfindet, geht er dann nur am Rande ein. Dabei zieht er Behauptungen heran, die er nicht beweist. Es sei denn, Aussagen bei WIKIPEDIA haben Beweiskraft. Er folgt genau dem Trend, der in dem Artikel von Herrn Schumann kritisiert wurde: „ Die Daten zur CO²-Konzentration der letzten 1.000 Jahre“. Woher diese stammen, sagt er nicht. Gab es etwa vor so langer Zeit bereits Messstationen oder woraus resultieren diese Ergebnisse?
Gerade in den letzten Monaten und Jahren gab es große Umweltkatastrophen. Doch woraus resultieren diese? Bei den Hochwassern, Sturmfluten und Waldbränden könnte man annehmen, dass diese durch den Klimawandel, den übrigens auch niemand bezweifelt, hervorgerufen wurden. Doch was verursachte den Tsunami vor ein paar Jahren, bei dem tausende Menschen den Tod fanden? Ein Erdbeben lässt sich mit der Erderwärmung nicht erklären. Herr Geisthardt lässt bewusst die gesellschaftliche Komponente der Problematik weg. Solange sich die Menschen Sorgen machen um die Erhöhung des Meeresspiegels in 100 Jahren, solange erscheinen ihnen die bewaffneten Konflikte auf dieser Erde, die tausende Menschen jedes Jahr mit ihrem Leben bezahlen, als nicht so wichtig. Abgesehen von den Hungerkatastrophen, dem fehlenden sauberen Wasser und mangelnder Hygiene, die nicht in hundert Jahren sondern heute Geißeln der Menschheit sind.
Am Schluss seines Beitrages lässt Herr Geisthardt dann die Katze aus dem Sack: Die Regenwälder werden in bedrohlicher Weise abgeholzt. Das hat Einfluss auf unser Klima. Dem kann nur zugestimmt werden. Die Schlussfolgerung, die sich dahinter verbirgt, ist jedoch mehr als bedenklich: Was also soll das Geschrei wegen des Abholzens von ein paar Bäumen in unseren Wäldern? Anderswo ist es doch viel schlimmer.
Auch das Abholzen großer Waldgebiete in unserer Region beeinflusst das Klima. Aber hier haben wir die Möglichkeit, dem Einhalt zu gebieten. Herr Geisthardt favorisiert jedoch eher die Errichtung von Windrädern in unseren Wäldern, weil die doch so umweltfreundlich sind…
Diesem Irrglauben – vermutlich durch Lobbyisten beeinflusst – unterliegen offenbar auch einige Gemeindevertreter, die kürzlich die Klage des Amtes Wandlitz gegen vom Land Brandenburg erteilte Baugenehmigungen zur Errichtung von noch größeren Windkraftanlagen in den Gemarkungen Klosterfelde und Stolzenhagen durch ihr Abstimmungsverhalten verhindern wollten. Ist das nur Unwissenheit oder blinder Parteiengehorsam? Es ist doch wohl unbestritten, dass intakte Wälder, soweit wir sie überhaupt noch haben, vermutlich den größten Einfluss auf das Klima und die Kompensation von Kohlendioxyd und somit auf unsere Lebensqualität besitzen. Sie sind eine Grundvoraussetzung für angestrebten, intensiveren Tourismus, auch als ökonomisches Standbein unserer Gemeinde.
Reinhold Lang, Klosterfelde
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. Januar 2014 )
 
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