Startseite arrow Leserbriefe arrow Zu „Wie bedürftig sind unsere Kirchen?“, Nr. 52 (Nr. 53)
Zu „Wie bedürftig sind unsere Kirchen?“, Nr. 52 (Nr. 53) PDF Drucken
In der Überschrift benutzt Herr Hegenbarth in seinem Artikel das Wort „unsere“ im Bezug auf Kirchen. Einerseits freue ich mich, dass der Verfasser damit einen persönlichen Bezug für sich herstellt, anderseits verwundert es, dass er alles in einen Topf wirft.
Bei seiner “Finanzaufklärung“ bringt Herr Hegenbarth auch den Grundbesitz der Kirchen ins Spiel. Der Grundbesitz der katholischen Kirche in Wandlitz besteht aus dem Grundstück Thälmannstr. 2 mit Kirche, Pfarrhaus und dem neuen Konrad Haus. Kirche und Pfarrhaus stammen aus dem Jahre 1937 (ohne staatliche Zuwendung) und das neue Konrad Haus auf dem Hof entstand aus einer zweckgebundenen privaten Spende.
Vermutlich spielt Herr Hegenbarth auch auf die Sanierungszuwendung der Gemeinde Wandlitz im Jahre 2012 von 30.000 Euro für die St. Konrad Kirche an.
Ohne diese Zuwendung hätten wir die Kirche nicht nach denkmalpflegerischen Richtlinien sanieren können mit immerhin über 100.000 Euro Gesamtkosten. Diese staatlichen (nicht kirchlichen) Auflagen verursachten einen großen Teil an Mehrkosten.
Die Mitglieder der katholischen Kirche St. Konrad sind Bürger und Bürgerinnen von Wandlitz. Viele Vereine und Einrichtungen erhalten ohne großes Aufsehen jährlich ihre Zuwendungen. Erhalten aber Kirchen Zuwendungen, dann gibt es einen Aufschrei um die kommunalen Gelder.
Dabei kann man die an den Staat abzuliefernden Steuergelder von Christen und Nichtchristen nicht voneinander unterscheiden.
Vielleicht ist Herrn Hegenbarth bis jetzt nicht aufgefallen, dass sich Katholiken ebenso für ein gutes Gemeinwohl in Wandlitz einsetzen, wie viele andere Bürger und Bürgerinnen auch: z.B. im Kinder- und Jugendbereich, Familienfreizeit und Seniorenarbeit, bei kommunalen Festen u.v.m.
Die katholische Kirche bietet dem Seniorenrat Wandlitz, dem Runden Tisch Willkommen und anderen gemeindlichen Initiativen unentgeltlich seine Räume für deren Veranstaltungen an.
Wie bedürftig ist die katholische Kirchengemeinde in Wandlitz? Die Geldmittel der katholischen Kirchengemeinde in Wandlitz sind sehr überschaubar. Es gibt keine Aktien, keine Goldreserven, keine Beteiligungen, keine Stiftungen.
Den Reichtum der katholischen Kirche in Wandlitz machen nicht das Geld aus, sondern die Menschen, die mit ihrer Kirchengemeinde und ihrer Kirche verbunden sind.
Als eine Bereicherung empfinden wir das gute bürgerliche Miteinander von Christen und Nichtchristen in allen Bereichen.
Peter Dudyka, Diakon der katholischen Kirche
 
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