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Mehr Sicherheit in den Schulbussen (Nr. 55) PDF Drucken
Ich finde Ihren Beitrag im Heft 54 bezüglich des Schülertransfers gut und richtig! Als Busfahrer kann ich das aus eigener Erfahrung bestätigen. Klar ist die Kapazität der Sitzplätze in einem Bus irgendwann ausgeschöpft. Aber wenn ich als Busfahrer was sage, weil zum Beispiel Taschen Sitze besetzen, beschweren sich die Schüler bei Ihren Eltern, welche sich dann in unserer Firma beschweren.
Unsere Firma steht uns in diesen Situationen meist bei, aber dennoch ist es für den jeweiligen Kollegen erst mal eine Belastung.
Dass es aber die Schüler zum größten Teil nicht einmal schaffen zu grüßen, steht nie zur Debatte. Wenn ich an meine Schulzeit denke (ich wurde 1990 eingeschult) war manches anders. Wenn ich zu meiner Mutter gesagt hätte, dass ein Busfahrer mit mir meckerte, hätte sie gesagt, was hast du denn gemacht und er wird wohl recht gehabt haben und so ist es auch! Es ist ganz klar ein Erziehungsproblem. Respekt gegenüber anderen gibt es doch kaum noch. Busfahrer waren für mich als Kind heilig, heute behandelt man uns wie Müll! Wenn ich 60 Kinder im Bus habe, agiere ich als Busfahrer, Kassierer und Erzieher, von Betreuungsschlüssel also keine Spur.
Deswegen ist es mehr als notwendig, mehr Busbegleiter zu beschäftigen. Wir betreiben dies in Blumberg / Ahrensfelde und wenn die beiden Kollegen an Bord sind, trägt dies nicht nur dazu bei, meinen Stresspegel zu senken, sondern schafft auch massiv Sicherheit! Trotzdem muss uns allen bewusst sein, dass dieses ignorante Verhalten ein Ergebnis der Erziehung ist!
Sebastian Oehmicke
 
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