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Das Bürgerbegehren geht weiter (Nr. 55) PDF Drucken
Im Grundgesetz (§ 28) ist geregelt, dass den Gemeinden das Recht gewährleistet sein muss, alle Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu regeln. Unsere Gemeinde hat sich klare Ziele gestellt. Wir wollen den wka-klosterfelde-webStatus eines staatlich anerkannten Erholungsortes erreichen. Dazu steht die weitere Errichtung von Windrädern im Widerspruch. Nun hat das Landesamt für Umweltschutz etc. erneut der Errichtung eines zweiten Windrades in Klosterfelde zugestimmt, wieder über den Kopf der Gemeinde hinweg. Die Errichtung einer solchen Anlage kann nicht im Interesse unserer Bürger sein. Dort in der Nähe befindet sich ein Vogelschutzgebiet mit Brutstätten von Schreiadler, Schwarzstorch und Milan. Die Entfernung zu den Wohngebieten ist viel zu gering. Lärmbelästigung ist vorprogrammiert.
Der private Investor kommt aus Oldenburg. Er will mit der Errichtung der Anlagen Geld verdienen. Die Gemeinde hat davon nichts. Im Gegenteil: Auf uns können unvorhersehbare Kosten zu kommen. Das wäre kurzfristig der Fall, wenn Mieter auf Mietminderung wegen der anstehenden Lärmbelästigung erfolgreich klagen. Langfristig muss damit gerechnet werden, dass die Gemeinde beim absehbaren Rückbau der Anlagen zur Kasse gebeten wird.
Jetzt besteht nur noch die Möglichkeit, gegen die Genehmigung das Klageverfahren einzuleiten. Bei dem Klageverfahren gegen den Standort der zweiten Anlage hat die Gemeinde gute Argumente.
Die sechs bestehenden, weiter weg von Klosterfelde stehenden Windräder erzeugen Geräusche, die bis in den Ort zwischen der Bundesstraße 109 und den Gleisen der Heidekrautbahn zu vernehmen sind.
Bei Wind werden die Windräder für Klosterfelde, Stolzenhagen und Nord-Wandlitz Geräusche erzeugen, die nicht angenehm sind und schon heute Mieter in den parallel zur Bahnlinie liegenden Häusern belästigen und die Nutzung der Balkone einschränken.
Wie stehen nun unsere gewählten Gemeindevertreter zu diesem Problem?
Die Auffassungen sind natürlich sehr unterschiedlich, offenbaren aber die persönlichen Interessen und Befindlichkeiten.
Oliver Borchert (Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz) unterstellt der Bürgermeisterin, einen Privatfeldzug gegen Windräder zu führen. Uwe Liebehenschel (CDU) setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde sich selbst an der Errichtung von Windrädern beteiligt und bezieht sich dabei auf das Energiekonzept. Einige Vertreter bezweifeln den Erfolg einer Klage, andere argumentieren aus eigener negativer Erfahrung mit der Lärmbelästigung. Diese Positionen ziehen sich durch alle Fraktionen hin, je nachdem, welcher Vertreter wo wohnt.
Sollten die Gemeindevertreter aber nicht die Interessen der Bürger wahrnehmen? Viele von denen sind gegen die weitere Errichtung solcher Anlagen, sowohl im Wald als auch in Wohnnähe. wka-web
Wenn Jana Radant konsequent gegen die weitere Errichtung von Windrädern in sensiblen Bereichen eintritt, dann führt sie keinen privaten Feldzug, sondern handelt im Interesse des Gemeinwohls. Wir sind für alternative Energiegewinnung. Das reduziert sich aber nicht auf Windräder.
Das Energiekonzept unserer Gemeinde umfasst drei Schwerpunkte: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung alternativer Formen der Energieerzeugung. Uwe Liebehenschel sollte sich vielleicht einmal näher mit diesem Dokument vertraut machen, bevor er dazu Statements abgibt. Eine Beteiligung der Gemeinde bei der Errichtung von Windrädern ist aus unserer Sicht abzulehnen. Wir würden daraus über Jahre keinen Nutzen ziehen. Vielleicht könnten diejenigen, die die Anlage errichten, daran verdienen. Also z.B. Metallbau– und Elektrobetriebe.
Auf der nicht öffentlichen Gemeindevertretersitzung am 10. Juli 2014 hat die Bürgermeisterin bekannt gegeben, dass man gegen die Erlaubnis zur Errichtung eines zweiten Windrades klagen werde. Einen Beschluss fassten die Gemeindevertreter zwar nicht, es widersprach aber auch niemand diesem Vorgehen.
Dazu fand am 15. Juli 2014 mit dem Investor noch ein Gespräch statt. Das Ziel war, diesen zur Aufgabe seiner Absichten zu bewegen. Erreicht werden konnte, dass mit weiteren Baumaßnahmen so lange gewartet wird, bis die einzureichende Klage beschieden wurde.
Das von Mitgliedern des Bürgervereins initiierte Bürgerbegehren gegen weitere Windräder in Klosterfelde hat bisher über 1.200 Unterschriften gesammelt. Es ist also notwendig, die noch fehlenden rund 800 Unterschriften einzuholen. Wir rufen alle Bürger der Gemeinde auf, sich daran zu beteiligen.
Wolfgang Weidler
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wandlitz,
wenn Sie uns bei der Unterschriftensammlung helfen und selbst Listen haben wollen, dann melden Sie sich bitte telefonisch unter 033397 277 329.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – die Initiatoren Wolf-Gunter Zätzsch, Horst Schumann und Wolfgang Kirschner
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 23. Juli 2014 )
 
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