Startseite arrow Gemeinde Wandlitz arrow Aus den Orten arrow Prenden arrow Museum oder Ruine? (Nr. 56)
Museum oder Ruine? (Nr. 56) PDF Drucken
Als vor sechs Jahren der ehemalige Bunker Objekt 5001 (allgemein als tr-web„Honecker-Bunker“ bekannt) für kurze Zeit geöffnet wurde, nutzten zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, dieses einmalige Bauwerk zu besichtigen. Der Zugang war nur möglich über bild-jw-webeinen Durchbruch, der an einer Stelle des Ganges aufgebrochen worden war. Der Abstieg in den Bunker war recht beschwerlich. Trotzdem kam ein zahlungswilliges breites Publikum.
Hannes Hensel, damals Mitorganisator der Besichtigungstouren, ließ seitdem der Gedanke nicht mehr los, den ehemaligen Bunker als dauerhaftes Museum wieder herzurichten und daraus ein geschichtsträchtiges touristisches Ausflugsziel zu entwickeln. Es geht ihm nicht darum, Geschichte zu verklären, Nostalgie zu verbreiten oder dieses frühere militärische Bauwerk zu glorifizieren. Vielmehr besteht das Interesse darin, das unterirdische Gebäude als Zeugnis des kalten Krieges mit all seinen Schattenseiten, aber auch mit seiem technischen Knowhow der Nachwelt zu erhalten. Mit der Öffnung der Anlage würde man
sicherlich zahlreiche Interessenten in die Region locken. Wenn man bedenkt, dass der frühere Führungsbunker der Bundesregierung im Ahrtal mit mehreren Millionen als Museum hergerichtet wurde, kommt ein wenig Wehmut auf. Dabei kann der Besucher dort nur den Gang zum Bunker betreten, in dem sich einige Schautafeln befinden. In Prenden bestünde die Möglichkeit, zahlreiche Räume den Besuchern zugänglich zu machen und so ein eindrucksvolles Bild der Funktion und des Lebens in diesem Bauwerk zu vermitteln.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden etwa 1,5 Millionen Euro benötigt, schätzt Han
nes Hensel. Der spätere Unterhalt der Anlage könnte aus den Eintrittspreisen bestritten werden.
Die Vorstellungen z
bunker-auen-webur Realisierung sind recht konkret. Der Verein Bunker 5001 e.V. beabsichtigt, das Waldgelände im vorderen Bereich zu kaufen (aus der Insolvenz) und dann mit den Berliner Forsten im Tausch das eigentliche Bunkergelände zu erwerben. Entsprechende Vorabsprachen fanden bereits statt und geben Grund zur Hoffnung. Danach soll das Gelände gesichert, die Bausubstanz erhalten und die Öffnung vorbereitet werden. Zunächst würde der Zugang wie bereits 2008 nur provisorisch geöffnet. Später könnte man daran denken, den eigentlichen Zugangsbereich wieder zugänglich zu machen. Dazu bedarf es allerdings noch eines erheblichen Aufwandes.
Die Finanzierung des Projektes soll durch mehrere Varianten erfolgen:
– durch Spenden,
– durch Sponsoren,
– Stiftungsbeteiligungen,
– private Geldanlag
en.
Bei Letzterem ist eine Verzinsung von drei Prozent ab Bunkeröffnung vorgesehen.
Wer sich an dieser Finanzierung beteiligen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0151 50455001 informieren.
Wer nicht warten will, bis der Bunker wieder zugänglich ist, kann bereits heute einige Anlagen dort nutzen. In einem Teilbereich befinden sich die Schießsportanlagen Prenden. Hier kann jeder, der daran auch ohne Vereinsbindung Interesse hat, sich im Schießen mit Kurz- und Langwaffen üben. Dafür stehen zwei Bahnen à 100 Meter und insgesamt acht Bahnen mit 25 Metern zur Verfügung. Waffen können vor Ort ausgeliehen und auch gekauft werden. Eine Voranmeldung bei Jacqueline und Stephan Münchenberg ist aber dringend anzuraten.
Telefon: 033396 71915 und 0174 7556266
Wolf-Gunter Zätzsch
Vorsitzender des Bürgervereins Wandlitz e.V.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Oktober 2014 )
 
< zurück   weiter >
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2007 by Firma