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Schritt für Schritt! (Nr. 57) PDF Drucken
Bei der Gründung der Wandlitzer Bürgerinitiative „Hände weg vom Liepnitzwald“ (BI) im November 2011 konnte noch keiner erahnen, dass drei Jahre und viele Aktionen später, ein Mitglied dieser Versammlung Stimme der Bürgerbewegung von Wandlitz in den Regionalausschuss Uckermark-bi-webBarnim würde. Am 3. November 2014 war es soweit, dem Antrag der BI folgten die Mitglieder der Regionalversammlung in Prenzlau mit großer Mehrheit.
Was verändert sich damit und welche Chancen ergeben sich im langen Ringen der Wandlitzer Bürger und vieler Gäste, den Liepnitzwald dauerhaft frei von Windkraftwerken zu halten? Als beratendes Mitglied ist die BI fortan in die Lage versetzt, sich unmittelbarer in die laufende Diskussion einzubringen. Wir werden bereits im Vorfeld der Beratungen über anstehende Themen, Gutachten und Vorgaben oder seitens des Gesetzgebers ergangene Richtlinien für die Regionalplanung informiert. Wir laufen nicht mehr den Ereignissen hinterher, können aktiv mitgestalten. Das war bisher nur den gewählten, parteigebundenen Regionalräten vorbehalten, nicht den parteiunabhängigen Bürgern aus über 55 in Brandenburg entstandenen und mit uns verbundenen BI´s gegen den flächendeckenden Zubau heimatlicher Landschaften mit Windkraftwerken. Bisher konnten wir nur über kurze Fragen in der Bürgerfragestunde zu Beginn jeder Ausschusssitzung in Erscheinung treten. Neu wird sein, dass wir unsere durchaus anderen Sichtweisen auf die Ausgestaltung einer neuen Energiepolitik nun im Dialog ausführlich darlegen und betroffene Bürger bereits früh und ohne Rücksicht auf Paradigmen in Parteiprogrammen in die Meinungsbildung einbinden können. Von besonderer Bedeutung wird sein, dass dieser Schritt bereits vor uns durch zwei mit uns freundschaftlich im Abwehrkampf gegen die Verdoppelung der Anzahl der Windkraftwerke in Brandenburg verbundene BI´s aus Crussow und Prenzlau erfolgreich war. So sind wir nunmehr drei Interessenvertreter im Landschafts- und Naturschutz, vor allem auch im Schutz der Lebensqualität und Gesundheit unserer Mitbürger. Die BI „Rettet die Uckermark“ hat es dabei in dieser für sie zweiten Wahlperiode geschafft, über die Kommunalwahl ihren Sitz und das Stimmrecht zu verteidigen.
Unsere Gemeinde Wandlitz wird im neuen Regionalausschuss von drei stimmberechtigten Mitgliedern, Bürgermeisterin Dr. Jana Radant, Ortsvorsteherin / Kreistagsmitglied (SPD) Maria Brandt, Kreistagsmitglied (BVB Freie Wähler) Jürgen Hintze und ohne Stimmrecht beratend durch den Sprecher unserer BI, Hans-Jürgen Klemm, vertreten sein. Wir bauen auf die Solidarität aller Wandlitzer Regionalräte, nicht nur für den Erhalt des Liepnitzwaldes, sondern auch gegen die sinnlose Zerstörung anderer Landschaften, wie z.B. in Klosterfelde oder Prenden, einzutreten. Wir werden die von uns mitentwickelten und an Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) übergebenen Forderungen unserer Volksinitiative „Rettet Brandenburg“ in die Diskussion einbringen. Aus Wandlitz kamen zum Regionalplanentwurf 2013 über 300 von rund 800 Widersprüchen. Allein das zeigt, es gibt weit mehr als die parteigebundenen gewählten Bürger, die sich um die Wohlfahrt unserer von einer gedeihlichen Tourismusentwicklung wirtschaftlich abhängigen Wald- und Seenregion kümmern. Das macht Hoffnung!
Hans-Jürgen Klemm
http://www.pro-liepnitzwald.de/presse_unser_Wald.html
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 3. Dezember 2014 )
 
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