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Interessante Beiträge (Nr. 57) PDF Drucken
Mit großem Interesse habe ich die Nr. 56 gelesen. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie sehr man sich als Redaktion über ein „Feedback“ freut, teile ich Ihnen ein paar Gedanken zu dem Heft mit.
Das Journal gefällt mir sehr gut. Es ist eine gelungene Mischung von sachlicher Information, von kritischer Beurteilung und sehr unterhaltsamen Beiträgen. Die Vielfalt und die Probleme der Region werden in sehr interessanter Weise aufgegriffen.
Dazu gehört zum Beispiel der Artikel von Dr. Berger auf Seite 16. Man liest ihn amüsiert, wenngleich er doch ein ernstes Problem darstellt: die unbekümmerte Kauflust der Kinder ohne Beachtung woher das Geld kommen muss. Das beschäftigt viele Eltern heutzutage. Nun wird hier ein Beispiel vorgestellt, wie Eltern versucht haben, ihrem Sohn die Möglichkeit zu eröffnen, selbst für das Geld zu sorgen, damit er seine Konsumtionsinteressen realisieren kann.
Die Idee ist originell und ihre erzieherische Wirkung bezieht sich sicher nicht nur auf den Sinn des Gelderwerbs, sondern auch auf die Aneignung vieler Kenntnisse über die Pflanzen und ihr Wachstum, und damit kann sich bei Paulchen eine Sensibilität für den Umgang mit der Natur entwickeln - eine gute Haltung für die Zukunft!
Wie weit das Beispiel „Paul" für andere anregend sein kann, müssen Eltern selbst entscheiden - wie gesagt, es ist ein Beispiel.
Da ich von 2oo3 bis 2oo6 fünfmal in Namibia war und gemeinsam mit meinem Mann darüber ein Buch geschrieben habe, interessierte mich der Artikel von Frau Versen besonders.
Der Artikel von Frau Versen auf Seite 21 ist vor allem deshalb beachtenswert, weil er hier eine Solidaritätsleistung schildert, die eindrucksvoll zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn sich viele an einem Projekt beteiligen. Ich finde es auch hervorhebenswert, dass sich die Autorin, die sich seit vielen Jahren für den Stamm der SAN in Namibia einsetzt, auf so gelungene Weise bei allen Beteiligten bedankt. Dass das Journal hier auf eine jahrelange Solidaritätsleistung aufmerksam macht, berührt sicher jeden, der den Artikel liest; denn die Zeit in der wir leben, ist so schnelllebig, und es entstehen immer neue notwendige solidarische Hilfen in der Welt, dass die Gefahr besteht, langjährige mühevolle Aktivitäten in Vergessenheit geraten zu lassen.
Vielleicht darf ich anmerken, dass es eine besondere Arbeit ist, der sich Frau Versen widmet, denn der Stamm der SAN ist, da es sich um frühere (und auch noch heutige) Nomaden handelt, schwer zu integrieren. Es gibt da zahlreiche Probleme, die sich im Leben anderer Stämme Namibias nicht so zeigen. Ich halte es für lohnenswert, wenn bei Gelegenheit der Artikel aus der reichen Erfahrung von Frau Versen ergänzt werden könnte: was bedeutet es gerade bei den SAN, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, wie es der Titel des Beitrages verspricht.
Ich wünsche Ihnen weitere gute Ideen und viel Erfolg in Ihrer Arbeit und: behalten Sie den kritischen Blick!
Prof. Dr. Heide Babing, Stolzenhagen
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 2. Dezember 2014 )
 
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