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Schulentwicklungsplanung (Nr. 7) PDF Drucken
Schulentwicklungsplanung
Rückblick – Draufblick – Ausblick

Erinnern wir uns: Wie war die Situation in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres? Hinsichtlich der Planung der Schullandschaft in der Gemeinde gab es gleich zwei Hiobsbotschaften.
Der Landkreis veröffentlichte einen Verwaltungsentwurf, nach dem das Gymnasium Wandlitz nicht mehr weiter bestehen sollte. Und eine von der Gemeindevertretung eingesetzte Arbeitsgruppe legte einen Plan vor, der die Schließung der Grundschule im Ortsteil Wandlitz und deren Verlegung nach Klosterfelde vorsah. Gegen diese Pläne des Kreises und der Gemeinde selbst gab es zu Recht einen geharnischten Protest von Schülern, Eltern und Lehrern, von vielen Bürgern der Gemeinde und auch von zahlreichen Abgeordneten sowohl des Kreistages als auch der Gemeindevertretung. Beide Pläne wurden daraufhin zurückgezogen. Nunmehr waren neue Überlegungen gefordert, um die notwendigen Schlussfolgerungen aus den objektiven Gegebenheiten der derzeitig verringerten Schülerzahl mit den Forderungen nach besserer Bildung und den Interessen insbesondere von Schülern und Eltern – und auch der Gemeinde – verantwortungsbewusst abzuwägen. Das kostete nicht wenig Mühe, Anstrengungen und Überzeugungskraft. Aber sie haben sich gelohnt. Die Gemeindevertretung hat auf die neuen Herausforderungen reagiert. Es wurde eine neue Arbeitsgruppe mit neuer Zusammensetzung gebildet, die gemeinsam mit der Verwaltung neue Vorschläge erarbeitete. Sie beruhten auf einer realistischen Prognose der Schulentwicklung in der Gemeinde in den nächsten Jahren. Die Gemeindevertretung billigte dieses Ergebnis. Was war der Inhalt der neuen Beschlüsse der Gemeindevertretung? Erstens: Die Gemeinde wird weiter darum ringen, dass der Landkreis langfristig den Bestand des Gymnasiums in Wandlitz gewährleistet. Die Gemeinde sichert dem Landkreis zu, den Raumbedarf des Gymnasiums in der Perspektive am jetzigen Standort unter einem Dach zu decken. Zweitens: Der Erhalt der drei Grundschulen in den größten Ortsteilen (Basdorf, Wandlitz, Klosterfelde) ist für die Gemeinde unverzichtbar. Drittens: Die zwei Oberschulstandorte der Gemeinde (Basdorf, Klosterfelde) sollen auf Perspektive erhalten bleiben. Etwa ab dem Schuljahr 2009/2010 werden sich die Schülerzahlen so entwickelt haben, dass in den Übergansstufen zum 7. Schuljahr vier Klassen gebildet werden können. Mit dieser Vier-Zügigkeit sind nach dem Schulgesetz zwei Standorte real möglich. Was ist der heutige Stand ein halbes Jahr nach dieser Beschlussfassung? Die neue Schulentwicklungsplanung der Gemeinde hat sich als richtig und machbar erwiesen. Viele Dinge sind auf den Weg gebracht, wenn auch noch nicht alles „in Sack und Tüten“ ist. Das Gymnasium ist gesichert. Am 29. Mai 2006 teilte Landrat Ihrke in einem Schreiben an Bürgermeister Tiepelmann mit : „ Im Ergebnis der Beratungen zur Schulentwicklungsplanung wird . . .dem Kreistag Barnim vorgeschlagen, das Gymnasium Wandlitz langfristig und zweizügig am Standort Prenzlauer Chaussee 130 in Wandlitz zu erhalten.“ Am 28. Juni 2006 hat der Kreistag diesen Verwaltungsvorschlag bestätigt. Gegenwärtig prüft die Kreisveraltung das Angebot der Gemeinde, bis zum Freizug des Gymnasiums durch die Grundschule Wandlitz derzeit freie Räumlichkeiten der Oberschule Basdorf zu nutzen. Über die Standorte der Grundschulen hat allein die Gemeindevertretung zu entscheiden. Es ist nunmehr Konsens, dass auch der Standort im Ortsteil Wandlitz erhalten bleiben soll. So sieht es heute auch der Bürgermeister, der ehemals die Wandlitzer Grundschule auslagern wollte. Auf einem Treffen mit Wandlitzer Senioren am 21. Juni 2006 sagte er, dass er damals „auf ein falsches Pferd gesetzt“ habe. Gegenwärtig werden Pläne über einen Neubau der Grundschule im Ortsteil Wandlitz erörtert. Das ist für die nächsten Jahre eine unabdingbare Notwenigkeit, da der Kreis den Bestand des Gymnasiums an die Bedingung geknüpft hat, die „Lern- und Lehrbedingungen“ an einem Standort zu konzentrieren und die schulischen Anlagen der Grundschule ab 2009/2010 dem Gymnasium zur Verfügung zu stellen. In einem Beschluss hat die Gemeindevertretung am 29. Juni 2006 dem Landkreis signalisiert, dass sie dazu bereit ist. Nunmehr muss durch Beschluss der Gemeindevertretung die Planung und Finanzierung des Neubaus gesichert werden. Über die Sicherung der beiden Oberschulstandorte hat es bereits Gespräche mit dem Staatlichen Schulamt in Eberswalde und mit dem Bildungsministerium in Potsdam gegeben, die weitergeführt werden.
Dr. Helmut Steinbach,
Mitglied der Gemeindevertretung und des Bildungsausschusses
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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