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Transparenz bei der Wasserqualität (Nr. 64) PDF Drucken
Mit großem Interesse lese und erwarte ich seit vielen Jahren das Heidekraut Journal.
Viele Themen und Informationen sind hoch interessant, nicht nur die unmittelbaren Inhalte über und zu Wandlitz. Gerade auch die Themen der allgemeinen Zeitgeschichte sprechen mich an und stellen einen positiven Kontrast zu den Darstellungen der „Einheitsmedien“ in unserem Land dar. Machen Sie weiter so und lassen Sie sich nicht von Meinungen, wie der von Hans-Dirk Manske (HK-J Nr. 63) beirren.
Nun zu meinem Anliegen Mit Interesse lese ich auch die Niederbarnimer Wasserzeitung. Teilweise sind hier und auf der Internetseite des NWA Zehlendorf die Inhalte nicht immer aktuell und konkret. Zwar werden auf der Internetseite die Wasserhärten veröffentlicht, zur konkreten Wasserqualität werden aber keine Aussagen gemacht.
Im Interview mit dem NWA-Verbandsvorsteher Matthias Kunde in der Niederbarnimer Wasserzeitung vom 4. Dezember 2015 wird nicht auf die „neue Trinkwasserverordnung vom 18. November 2015“ eingegangen, und ob sowie welche Folgen sich daraus für den NWA ergeben.
Nun kann sich der NWA nicht mit den Berliner Wasserbetrieben vergleichen, aber Anregungen kann man sich dort bestimmt holen. So werden auf der Internetseite der Berliner Wasserbetriebe konkrete Angaben zu den Kontrollen des Trinkwassers und deren Ergebnis (konkrete Analysedaten) gemacht.
Wie oft wird das Trinkwasser in den Wasserwerken des NWA kontrolliert und mit welchen konkreten Ergebnissen?
In der jüngsten Vergangenheit konnten wir leider vermehrt von Problemen bei der Trinkwasserversorgung in Brandenburg hören. Die intensive Landwirtschaft und Massentierhaltung führen zu einem Anstieg der Nitrat-Werte, was seit längerem bekannt ist.
Ebenso erfahren wir von einem Anstieg der Sulfat-Werte. Um Sulfate filtern zu können, müssten Wasserwerke technisch nachgerüstet werden.
Wie entwickelten sich diese Werte im Bereich des NWA, wie sind diese aktuell und welche Maßnahmen ergeben sich gegebenenfalls daraus?
Auch Radioaktivität durch steigende Uranwerte im Trinkwasser ist ein Thema.
Neben natürlicher Radioaktivität ist ein wichtiger Eintragsweg für Uran ins Wasser die Landwirtschaft. Laut Umweltbundesamt (UBA) werden in Deutschland jedes Jahr rund 167 Tonnen Uran mit Düngemitteln auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht. Teile davon gelangen ins Grundwasser und können somit das Trinkwasser belasten. Phosphathaltige Mineraldünger werden im konventionellen Ackerbau zur Ertragssteigerung eingesetzt. Neben Phosphaten enthalten diese Düngemittel auch Uran, welches bei der Gewinnung des Mineraldüngers aus natürlichem Gestein anfällt. Durch den Einsatz uranbelasteter Mineraldünger erhöht sich die Belastung der Böden und des Grund- und Trinkwassers mit dem Schwermetall Uran.
Relevant für die Trinkwasserqualität sind auch Medikamente und Arzneimittel, insbesondere die jodierten Röntgenkontrastmittel, welche in jüngster Zeit in Gewässern zunehmend nachgewiesen werden und in kommunalen Kläranlagen mit den üblichen Mitteln nur unzureichend entfernt werden können.
Vielleicht könnten Sie sich als Heidekraut Journal diesen Fragestellungen annehmen.
Thomas Caden, Basdorf
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 2. Februar 2016 )
 
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