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Neuer Vorstand im Tourismusverein Naturpark Barnim e.V. (Nr. 64) PDF Drucken
Am 2. Dezember 2015 fand eine Wahlversammlung des Tourismusvereins Naturpark Barnim e.V. statt. Neben etlichen Gästen nahmen daran 23 ordentliche Mitglieder teil. Wenn man bedenkt, dass zurzeit rund 130 horst-geiselerMitglieder im Verein organisiert sind, dann war die Teilnahme eher zurückhaltend. Der Rechenschaftsbericht belegte eine positive Entwicklung der Aktivitäten auf touristischem Gebiet im Einzugsbereich Wandlitz / Biesenthal. Der Verein steht auf soliden finanziellen Füßen, die Stellen der Touristinformation sind auch für die nächsten drei Jahre zertifiziert. An der insgesamt positiven Entwicklung hat der Vorsitzende Andreas Scharschmidt einen erheblichen Anteil. Acht Jahre lang hat er diese Funktion ausgeübt und in dieser Zeit den Tourismusverein zu einer anerkannten Institution entwickelt. Es gibt zwei öffentliche Anlaufstellen für Besucher der Gemeinden Wandlitz und Biesenthal, die ihren festen Platz haben und mit dafür sorgen, dass Touristen alle notwendigen Informationen erhalten.
Was hier so normal klingt, ist im Ergebnis zahlreicher Auseinandersetzungen geschaffen worden. Wir standen schon vor Jahren vor der Frage, ob sich die Gemeinde aus ihrer Beteiligung am Verein zurückzieht. Das hätte vor allem finanzielle Konsequenzen gehabt. Das geschah zum Glück nicht. Die Bürgermeisterin Jana Radant hat die Unterstützung des Tourismus zu ihrer eigenen Angelegenheit und sich vehement für den Verein stark gemacht. Dazu gehört auch die personelle Verstärkung durch Mitarbeiter der Verwaltung.
Wenn nun nach acht Jahren Andreas Scharschmidt nicht mehr als Vorsitzender des Vereins zur Verfügung steht, hat das persönliche Gründe. Für seine langjährige Arbeit wurde ihm mit viel Beifall, Blumen und Geschenken von den Mitgliedern gedankt. Er bleibt aber dem Verein als Geschäftsführer erhalten. Der neue Vorstand mit acht Mitgliedern wurde weitgehend einstimmig gewählt.
Als neuer Vorsitzender erhielt Horst Geiseler das Vertrauen des Vorstandes. Er dürfte vielen Wandlitzern bekannt sein: Viele Jahre betrieb es er das Jägerheim in Ützdorf, bevor er das Geschäft an seinen Sohn übergab. Als Rentner ist für ihn diese ehrenamtlichen Funktion eine sinnvolle Aufgabe. Für die Belange des Tourismus in unserer Region hat er sich auch schon in der Vergangenheit sehr engagiert.
Horst Geiseler sieht für sich in den kommenden Monaten vor allem eine Herausforderung:
Die auf der Wahlversammlung angesprochenen offensichtlichen Schwächen will er in nächster Zeit aktiv angehen: Dazu zählt zweifelsohne das zu geringe Interesse der Mitglieder an einer erfolgreichen Arbeit des Vereins. Die Mitgliederzahl betrug auch schon einmal 180, sie lag aber auch schon unter 130. Die Zahl der Vereinsmitglieder möchte er deutlich erhöhen. Ein starker Verein kann sich viel mehr Gehör verschaffen. Dabei geht es nicht nur um die Betreiber von Gaststätten und Hotels, die vordergründig ein Interesse an der Belebung des Tourismus haben.
Er möchte insbesondere alle Bürger ansprechen, die sich für die Entwicklung der Gemeinde zu einem anerkannten Naherholungsort einsetzen. Dazu zählen genauso die Gewerbetreibenden vor Ort. Schließlich geht es auch um saubere Straßen, ordentliche Beleuchtung, um ein insgesamt lebenswertes Umfeld.
Die Anzahl der Übernachtungsmöglichkeiten im Einzugsbereich ist um 880 zurückgegangen. Die Ursache dafür ist noch nicht ganz klar. Es fehlt bei uns ein höherwertiges Hotelangebot, die Unterbringung von Gästen in größerer Zahl, etwa zu Tagungen, ist kaum möglich. Wellnessangebote gibt es nicht. So fehlen Gäste vor allem auch in der Nebensaison. Es bleibt vorerst eine Utopie, hier etwas auf die Beine zu stellen. Dafür fehlen geeignete Grundstücke und vor allem Investoren mit Geld.

Wenn wir etwas voranbringen wollen, dann sollten wir zuerst die Ressourcen ausschöpfen, die unsere Natur bieten. Erst danach sollte man weiter denken und neue Ziele angehen. Die Anbieter von touristischen Leistungen müssen besser vernetzt werden, es gilt die Fahrrad- und Wanderwege auszubauen und familien­- und kinderfreundliche Angebote bereit zu halten. Wichtig erscheint auch, die vorhandenen Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten im näheren und weiteren Umfeld in die Angebote einzubeziehen. In Oranienburg gibt es z.B. ein großes Freizeitbad. Man muss nicht zwangsläufig noch eines daneben errichten. Es gibt einen Tierpark in Eberswalde, das Wildgehege in der Schorfheide, das Schiffshebewerk und sicher noch andere Besonderheiten, die durch Touristen genutzt werden können.
Horst Geiseler hat auch die Vision, für die touristische Vermarktung Produkte zu kreieren, die es dann nur hier in unserer Region gibt – z.B. Wandlitzer Salami. Die Kapazitäten hätten wir ohne Zweifel. Er denkt da beispielsweise an die Eberswalder Wurst GmbH, Landwirtschaftsbetriebe oder verschiedene gastronomische Einrichtungen. Mit ihnen will er vor allem ins Gespräch kommen.
Sicher gibt es noch weitere Ideen und Vorschläge, die es nun gilt, gemeinsam zu diskutieren und umzusetzen. An Möglichkeiten mangelt es im Verein Naturpark Barnim e.V. nicht.
Horst Schumann

Information für Interessenten:
Die Jahresbeiträge betragen für: Einzelpersonen 26 Euro und für Gewerbetreibende 102 Euro
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 3. Februar 2016 )
 
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