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Der Frieden ist kein Geschenk (Nr. 65) PDF Drucken
logo-friedensbrckeVerein Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe e.V.logo-verein-b
Kriege gab es immer in der Geschichte der Menschheit seit Jahrtausenden. Doch nun ist der Krieg auch nach Europa zurückgekehrt: In der Ostukraine wird geschossen, Frauen und Kinder werden getötet, leiden an Hunger und kämpfen ums nackte Überleben. Krieg gibt es in Syrien. Die Auswirkungen haben uns längst erreicht. Tausende Flüchtlinge haben sich auf den großen Marsch begeben, dem Krieg zu entrinnen und das vermeintlich gelobte Land zu erreichen. Aber Deutschland ist nicht das Schlaraffenland. Flüchtlinge werden willkommen geheißen, so lange, wie man sie noch dulden oder gebrauchen kann. Wenn es zu viele werden, ist Schluss mit allen Sonntagsreden. Deutsche Politiker sind eifrig dabei, in der Welt mitzumischen. SPD und Grüne haben ihren Beitrag bei der Bombardierung und Spaltung Jugoslawiens geleistet, bei einem Völkermord mitten in Europa. Deutsche Politiker sind sich nicht zu schade, in der Ukraine mit reaktionärsten Leuten Kontakt zu halten. Und überall, auch in Syrien mischen Soldaten der Bundeswehr mit. Nein, keiner kann sich aus der Verantwortung stehlen. Wir sind direkt oder indirekt mit betroffen. Die Gefahr, dass sich die bestehenden Brandherde zu weitaus größeren Katastrophen ausweiten, ist allgegenwärtig. Dazu bedarf es möglicherweise nur eines Funken und wir reden nicht mehr vom Krieg, wir Deutschen sind mittendrin.
Umso höher ist zu bewerten, wenn sich trotz aller Widrigkeiten immer wieder Menschen finden, die sich mit den Gegebenheiten nicht abfinden, sondern versuchen, etwas zu tun.
2015 gründeten aus Wandlitz Bürger mit Gleichgesinnten insbesondere aus Ostdeutschland den Verein Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und hat in dem knappen Jahr seines Bestehens bereits viel geleistet. So konnten über 1.200 Menschen (Mütter mit ihren Kindern) aus den bedrohten Gebieten im Donbass evakuiert und in Sicherheit gebracht und versorgt werden.
Über 38.000 Euro Spenden wurden bis jetzt gesammelt. Damit konnten auch die Projekte „Friedenscamp“ und „Heimat auf Zeit“ realisiert werden. Rund 800 Menschen in den zerstörten Dörfern erhielten Lebensmittel und notwendige Medikamente. Kinder in den Kriegsgebieten bekamen Weihnachtspäckchen und dringend benötigte Schulmaterialien. Außerdem wurde die Mittagsversorgung an der Schule Nr. 6 in Gorlowka sichergestellt. Und weil auch in Zeiten des Krieges die Liebe eine Chance erhält und Hoffnung auf die Zukunft bedeutet, unterstützte der Verein auch die Hochzeit in einem Flüchtlingsheim.
Engagement zeigte der Verein auch bei der direkten Hilfe an Menschen auf der sogenannten Balkanroute und in dem Flüchtlingscamp in Calais/Dunkirchen (Frankreich).
Ein paar Helfer leisten dabei in den Krisengebieten und an den Einsatzorten schier Übermenschliches, sind ständig unterwegs, um Hilfsgüter vor Ort zu bringen, Spenden einzusammeln, Lebensmittel zu kaufen. Die Menschen, bei denen diese Hilfe ankommt, erfahren so, dass sie nicht vergessen sind, dass die Solidarität lebendig ist. Die Hilfe ist so lange nötig, wie es Krieg oder deren unmittelbare Folgen vor unserer Haustür gibt.
Fluchtursachen bekämpfen heißt heute auch: Unterstützung für die riesigen Flüchtlingslagern im Libanon und Jordanien zu leisten, damit das Überleben der Menschen dort gesichert ist. Gerade jetzt ist dies besonders notwendig, denn die reichen Länder haben ihre Zahlungen an das Flüchtlingswerk der UNO drastisch gekürzt. Auch ein Grund, warum sich so viele Flüchtlinge des Nahen Ostens im letzten Jahr auf die lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer machten.
Deshalb bitten wir alle, denen Solidarität ein Herzenswunsch ist: Helfen Sie mit. Benötigt werden Geld- und Sachspenden, Medikamente und aktive Mitarbeit. Ihre Hilfe wird gebraucht beim Packen von Päckchen, beim Sortieren und beim Lagern. Bitte unterstützen Sie uns bei unserer Arbeit!
Wenn Sie unabhängige Informationen über den Krisenherd „Donbass“ erhalten möchte, dann sei an dieser Stelle der Dokumentationsfilm von Mark Bartalmai „Ukrainian Agony – der Verschwiegene Krieg“ zu empfehlen. Sie können diesen frei im Internet sehen.
Liane Kilinc, Verein Friedensbrücke–Kriegsopferhilfe e.V.

Kontakt: Verein Friedensbrücke–Kriegsopferhilfe e.V., Liane Kilinc,
Tel.: 033397–28753,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ,
www.fbko.org

Spendenkonto: Volksbank Berlin IBAN: DE 56100900002582793002, BIC: BEVODEBB
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. März 2016 )
 
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