Startseite arrow Aus dem Umland arrow 25 Jahre Deutsche Verkehrswacht im Barnim (Nr. 66)
25 Jahre Deutsche Verkehrswacht im Barnim (Nr. 66) PDF Drucken
Der Name mutet ein wenig antiquiert an. Der Ursprung wird jedoch deutlich, wenn man erfährt, dass die Verkehrswacht bereits 1924 als inzwischen älteste und größte Bürgerinitiative in Deutschland gegründet imgp4596-b-webwurde. Sage und schreibe 60.000 ehrenamtliche Mitglieder kümmern sich aktuell um die Sicherheit im Straßenverkehr. Im Barnim wurde die Initiative am 7. November 1991 gegründet. Wir begehen also in diesem Jahr den 25. Jahrestag hier vor Ort.
Die Verkehrswacht des Barnim hat ihren Hauptsitz in Bernau, in einem Industriegebiet etwas außerhalb. Aber dafür gibt es dort auch einen Fahrsicherheitsplatz, auf dem das Fahren unter extremen Bedingungen geübt werden kann. Genutzt wird das regelmäßig von verschiedenen Berufsgenossenschaften, Betrieben und der Feuerwehr. Auch wenn inzwischen die meisten Fahrzeuge über ein hohes technisches Sicherheitsniveau verfügen, so muss doch der Mensch, also der Fahrer, wissen, wie sein Fahrzeug auch unter besonderen Bedingungen funktioniert. Bis zur Ausrüstung mit automatischen Fahrzeugführern wird es noch etliche Jahre dauern, und selbst dann bleibt der Mensch nicht außen vor. Automatische Bremssysteme, Seitenstabilität, Anti-Blockier-Einrichtungen sind wertvolle Helfer. Sie nützen aber wenig, wenn der Fahrer nicht
genau weiß, wie sie in Gefahrensituationen funktionieren.
An Fahrsicherheitstrainings kann sich jeder beteiligen, der das möchte. Ab 50 Euro kann jeder Interessierte in Gruppen nach Anmeldung an solchen Veranstaltungen teilnehmen.
Die Mitarbeiter der Verkehrswacht sind allesamt ehrenamtlich tätig. Die Jobcenter bezahlen lediglich einige wenige Arbeitskräfte, die zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig sind. Durch die Gemeinden wird das gesamte Projekt finanziell unterstützt. Auch die Gemeinde Wandlitz beteiligt sich seit Jahren daran.
Mitarbeiter der Verkehrswacht führen Veranstaltungen in Schulen und Kitas durch. Es gibt Rollerprojekte, Fahrradtrainings und Vorführungen zu Jahrestagen oder Ortsfesten. Man muss es nur nutzen.
Welche Bedeutung die präventive Arbeit bei der Verkehrssicherheit hat, wird deutlich, wenn man die Bedingungen kennt. Durch die Polizei werden zunehmend nur noch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Um aber eine solide Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sind die Kenntnis und die Einhaltung der Regeln erforderlich. Wenn hier nicht immer wieder Einfluss genommen wird, schleichen sich zunehmend Gewohnheiten ein, die letztlich als Gefahrenpotentiale wirken. Das beginnt mit der Einhaltung der Parkordnung (Stichwort Zufahrt für Rettungsfahrzeuge), geht über solch scheinbar kleinen Verstöße, wie das Blinken beim Abbiegen, die Beachtung der Vorfahrt und der Verkehrszeichen. Wenn Kinder lernen sollen, sich im Straßenverkehr sicher zu bewegen, erfordert das die Vorbildrolle der Erwachsenen.
Vorsitzender der Verkehrswacht Barnim e.V. ist seit rund 15 Jahren Walter Papritz. Als ehemaliger Verkehrspolizist bringt er umfangreiche Erfahrungen in diese Arbeit ein.
Übrigens: Die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer kann ebenfalls über die Verkehrswacht beantragt werden und ist vielleicht ein schönes Geburtstagsgeschenk für langjährig unfallfreies Fahren.
Horst Schumann
Kreisverkehrswacht Barnim e.V.
Marie-Curie-Str. 15, 16321 Bernau
Tel.: 03338 700657 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , www.kreisverkehrswacht-barnim.de
Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. Mai 2016 )
 
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