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Kirche für Windräder (Nr. 66) PDF Drucken
Dieser so schlau schreibende Mann des Glaubens (Pfarrer Justus Werdin – Red.) wurde von der Kirche zur Interessenvertretung in den Regionalausschuss delegiert und vertritt seit zwei Sitzungen seinen Dienstherrn, den Großgrundbesitzer Kirche, mit klarem Auftrag – Grundstücke veredeln – so viele wie nur möglich im Namen der Energiewende, wofür er einzustehen als Begründung für seine Eignung als Berater vorgab. Bei der zweiten (letzten) kam er dann auch noch reichlich zu spät, aber na ja, so einfach, so gut. Was braucht es schon an Fachwissen in einem solchen Gremium – oder ob man dabei war oder nicht? Deshalb vermag er es ja auch, nach nur zwei Sitzungen so viel Durchsicht zu haben oder hat ihm da einer etwa die Feder im Eigeninteresse geführt?
Aber alle Achtung – der Herr gibt´s den seinen offenbar im Schlaf und macht sie so ganz nebenbei zu Experten, wofür andere über Jahre studieren oder sich in die Details einer solch komplexen Planung mühevoll einarbeiten müssen! Wo aber bleibt bei ihm und seiner „Kirchen GmbH" die Erfüllung des Schutzauftrages der Schöpfung ihres Herrn auf dem nun eingeschlagenen Weg der „Energiewende"? Reicht es den Kirchenfürsten und ihren Vasallen nicht, dass alle Steuerzahler deren Gehalt aus Steuermitteln bezahlen, ob gläubig oder nicht? Selbst die Ärmsten und auch Moslems oder Buddhisten bezahlen so mittels Steuermitteln in diesem Land für Christenfürsten den Lebensunterhalt in Höhe des Gehaltes eines Beamten in herausgehobener Position der oberen Behörden – also fünfstellig, Monat um Monat. Reicht es denen nicht, dass wir alle schon deren Gotteshäuser aus Steuermitteln der Bürger instand setzen? Müssen sie sich jetzt auch noch über die überhöhten Pachten für WEG-Flächenausweisung, für die wie auch immer in ihren Besitz gelangten Grundflächen, auch aus EEG–Umlagemitteln der Stromrechnungen der Bürger, die Taschen vollmachen? Mein Gott, wo sind wir mit seinen Vertretern auf Erden hingekommen?
Das ist längst kein Spaß mehr! Die Zuschusterei ist erheblich und es stinkt gewaltig nach Vetternwirtschaft im ganzen Land. Aber alle Achtung – jetzt wissen wir wenigstens, wie die vermeintliche Trennung von Kirche und Staat in der Praxis funktioniert und Befangenheit sich darstellt.
Hans-Jürgen Klemm
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Mai 2016 )
 
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