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Windräder im Wald - Die Auseinandersetzung geht weiter! (Nr. 66) PDF Drucken
Seit mehreren Jahren wird auch im Journal über die Auseinandersetzung zwischen den Windkraftbefürwortern und den Gegnern berichtet und die Argumente für und gegen die Windenergienutzung, besonders in Wäldern und bei zu geringem Abstand gegenüber Wohngebäuden beschrieben.
Am 11. April 2016 wurde nach Auseinandersetzungen zwischen den Befürwortern und den Anhängern die weitere Errichtung von Windkraftanlagen durch die Regionalversammlung Uckermark–Barnim mit 27 Ja-Stimmen und neun Gegenstimmen beschlossen. Zu den Gegnern dieses Beschlusses zählten die Bürgermeister von Bernau – Stahl (Die Linke), Wandlitz - Dr. Radant (parteilos), und Ahrensfelde – Gehrke (CDU), sowie die Regionalräte Maria Brandt (SPD) aus Schönwalde und Jürgen Hintze (BVB Freie Wähler) aus Wandlitz. Für den Beschluss stimmten u.a. Rainer Fornell (SPD), Bürgermeister Panketal, Friedhelm Boginski (FDP) Eberswalde, Holger Lampe (Bauernverband), Danko Jur (CDU), Lutz Kubitz (Die Linke), Bodo Ihrke (SPD) Landrat Barnim.
Dieses Ergebnis ist ein Zwischenstand, denn letztendlich muss erst durch die Ministerin Kathrin Schneider (SPD) in Potsdam nach Durchlaufen einiger Zwischenetappen die Zustimmung erteilt werden. Erst nach diesem Schritt ist eine Klage gegen den überarbeiteten Regionalplan 2016 möglich und wird wohl auch erfolgen.
Die Bürgermeister von Bernau, Wandlitz und Ahrensfelde haben diesen Schritt schon angekündigt.
Die laufende Unterschriftensammlung der Volksinitiative „Rettet Brandenburg“ gegen Windräder im Wald und für größere Mindestabstände zu Wohngebäuden, unterstreicht die Bedeutung und Gewichtung der Aktivitäten der drei Bürgermeister aus dem Barnim.
Unter Beachtung dieses Sachverhaltes, muss der weitere Ausbau der Windindustrie kritisch betrachtet werden, da er weder ausreichend Versorgungssicherheit, noch Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit garantiert.
Mit dem Aufbau immer neuer Windräder (bis zu 300m Höhe) und Netzkilometer, wird nach dem Regelwerk des „Erneuerbaren Energie Gesetzes“ es zu weiteren Strompreiserhöhungen mit noch mehr Unzufriedenheit bei der Bevölkerung gegenüber der rot/roten Brandenburger Landesregierung kommen.
Nicht nur die Stromkosten für die Bewohner steigen, sondern auch die Belastungen für die Anwohner, ob es Lärm oder die Verunstaltung des Landschaftsbildes sind. Im Liepnitzwald könnten bis zu 20 Windräder installiert werden. Der Naturwald wird dabei um mindestens 300.000 Quadratmeter Fläche schrumpfen. 15.000 Quadratmeter je Windkraftwerksstandortort werden gegen einen Stangenwald aus Windrädern mit immer größeren Bauhöhen eingetauscht. Die tierökologischen Auswirkungen, auch für Fledermäuse und Vögel werden immer mehr missachtet.
Die geringe Windhöffigkeit lässt an Land nur bis zu 1.400 Volllaststunden Stromeinspeisung zu. Alterungsgründe begrenzen zudem die Lebensdauer der Windkraftwerke auf zirka 20 Jahre. Wollen wir dafür die Abholzung eines mindestens 100-jährigen klimaplastischen Waldes zulassen?
Der Aufbau dieser noch immer in Deutschland zwischen den Bundesländern unabgestimmten Stromerzeugung, dient einzelnen Interessenten lediglich zur langjährig gesicherten Geldabschöpfung zu Lasten der Kaufkraft der Bevölkerung und dem Verlust an Investitionsmitteln für andere kleine Wirtschaftsunternehmen – unseren im Aufbau befindlichen Mittelstand. Die großflächige Vernichtung von Kulturlandschaften und Natur wird billigend in Kauf genommen und unter dem Deckmantel des ökologischen Handelns gegenüber den Leuten verkauft, immer öfter auch unter Benutzung von Lügen, wie „Der Liepnitzwald ist raus!“ von der Leiterin der Regionalplanung Uckermark-Barnim Frau Henze. Solche Vertreter der Politik führen uns in die Irre, das dürfen wir nicht zulassen und erbitten Ihre Unterschriften in den Rathäusern für das Volksbegehren „Gegen die Windräder im Wald und für größere Mindestabstände zu Wohnhäusern.
Bis zum 7. Juli 2016 können Sie dazu Ihre Stimme noch abgeben.
Anmerkung: Wer noch nicht überzeugt ist, sollte bei Westwind einmal nach Klosterfelde fahren, sich auf die Landesstraße 100 (früher B109 ) stellen und hier den Lärmpegel der Windräder zur Kenntnis nehmen, um sich ehrlich die Frage zu beantworten, ob er/sie unter diesen Umständen dort wohnen möchte! Ich will es nicht.
Neben der Ausweitung der Windeignungsgebiete wurde beschlossen, in Lanke den Kiesabbau zu erweitern. Die zu erwartenden Auswirkungen ziehen eine Erhöhung des Lärmpegels für die Ortslage nach sich. Auch im Gebiet n der Grenze zwischen Basdorf und Schönwalde ist ein Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffsicherung und -gewinnung vorgesehen. Nach dem Aufschluss ist auch hier die Ruhe eingeschränkt.
Wolfgang Weidler
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Mai 2016 )
 
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