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Ohne Jugend ist kein Staat zu machen (Nr. 67) PDF Drucken
sp-lUnter diesem Motto trafen sich sp-ram14. Juni 2016 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Klosterfelde im Goldenen Löwen zum Planspiel Kommunalpolitik. Die Veranstaltung, die durch die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung bereits zum dritten Mal stattfand, bot den Jugendlichen die Möglichkeit, die Arbeit der Gemeindevertretung selbst zu erleben und reale Probleme aus ihrem Umfeld zu besprechen. Die Beratung wurde von der Bürgermeisterin Jana Radant geleitet, der Gemeindevertreter Dietmar Seefeldt moderierte. Der Veranstaltung vorangegangen waren die Bildung von (fiktiven) Fraktionen und die gemeinsame Erarbeitung von Themenschwerpunkten, die dann in Anträge mündeten. Diese Themen betrafen reale Fragen in unserer Gemeinde bzw. im Umfeld der Schüler. Da ging es um die künftige Durchführung des Musikevents, eine Elektrotankstelle für PKW und die Instandsetzung der Toiletten im Schulgebäude Klosterfelde. Der Antrag zur Errichtung einer Verkehrsberuhigungsinsel in Schönerlinde fand allerdings keine Unterstützung.
Der außenstehende Besucher war vor allem davon angetan, mit welcher Ernsthaftigkeit und mit welcher Sachkompetenz die Schüler die sie bewegenden Probleme angingen. Parteiengerangel und Fraktionszwänge sind ihnen zum Glück noch fremd. Durch Jana Radant und die Schulleiterin Frau Steinbach wurden die Anregungen und Forderungen aus dieser Veranstaltung mit der Zusage mitgenommen, diese zu prüfen und zu lösen.
Für die jungen Leute war diese Veranstaltung sicher sehr lehrreich und interessant. Doch für uns, die sich mit kommunalpolitischen Fragen häufiger beschäftigen, bleibt eine offenkundige Lücke. Bereits in der Studie Dr. Helmut Steinbachs von 2010 verweist er im Zusammenhang mit der Entwicklung zu einer Bürgerkommune darauf, ein Jugendparlament / Jugendrat als festen Bestandteil in der Gemeinde zu etablieren. Dieser Vorschlag fand Eingang in den damaligen Abschlussbericht der AG Bürgerkommune. Das Planspiel belegt, dass die Schüler durchaus bereit und in der Lage sind, ihre Interessen zu formulieren. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, solche Jugendrunden nicht nur gelegentlich durchzuführen, sondern sie zum festen Bestandteil kommunalpolitischer Arbeit zu entwickeln. Dann könnte aus dem „Planspiel“ eine echte Mitwirkung am Gemeindeleben entstehen. Dafür die Rahmenbedingungen zu formulieren, dürfte so schwer nicht sei.
Horst Schumann
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 5. August 2016 )
 
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