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Gesichter in Wandlitz (Nr. 68) PDF Drucken
Anita und Guido Meyer „Meyers Küchenstudio“, Basdorf

Seit 1991 existiert bereits das Geschäft für Küchen MKS in Basdorf gegenüber der Kirche. Ursprünglich vom Vater gegründet, wird es
seit 2004 durch Guido Meyer gemeinsam mit seiner Frau Anita erfolgreich mks-68geführt. Anfangs arbeiteten beide noch in den Klosterfelder Küchenwerken. Anita, Jahrgang 1960, war Diplomingenieurin für Holztechnik und als Technologin tätig. Guido, Jahrgang 1964, war als Elektriker beschäftigt. Beide kamen also aus der Branche und beide wuchsen auch in der Gemeinde auf, in Klosterfelde und Basdorf.
Anita sah nach der Wende im Klosterfelder Betrieb keine Perspektive mehr. Sie schulte um und wurde Verwaltungsfachangestellte, damals in der Kreisverwaltung Bernau. Mit der Verlegung der Kreisverwaltung nach Eberswalde stand die Frage, ob Anita Meyer den weiteren Arbeitsweg in Kauf nimmt oder sich mehr der Familie widmet. Sie entschied sich für Letzteres und stieg in das Geschäft des Schwiegervaters als Angestellte ein. Bereut hat sie diesen Schritt bis heute nicht.
Das ursprünglich kleinere Gebäude wurde nach und nach ausgebaut und erweitert. So wurden Ausstellungsräume geschaffen. Die Geschäfte laufen gut. Durch die immense Bautätigkeit in der Gemeinde besteht eine permanente Nachfrage nach modernen Küchen. Inzwischen sind die Kunden dabei, ihre Küchen zu modernisieren und dem neuesten Standard anzupassen. Familie Meyer bedient dabei alle Wünsche. Sie sind immer bestrebt, die neuesten Entwicklungen aufzugreifen und auch anzubieten. So gehören regelmäßige Besuche von Fachmessen zum festen Bestandteil ihrer unternehmerischen Tätigkeit.
Inzwischen sind sie weit über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Dabei profitieren sie von den Empfehlungen zufriedener Kunden. Konkurrenz spielt dabei für sie keine nachteilige Rolle. Nach den Umbrüchen 1990 versuchten ja etliche, sich auf diesem Markt zu tummeln. Aber inzwischen sind die Angebote überschaubar geworden. Sie haben sich dabei erfolgreich behauptet.
Der neueste Trend in punkto Küchen kann natürlich bei Familie Meyer in Augenschein genommen werden: Der Muldenlüfter. Die Dämpfe, die beim Kochen natürlich entstehen, werden nicht mehr über eine Filterhaube an der Decke abgeleitet. Sie werden von der Herdplatte nach unten entsorgt und nach außen geleitet. Das schafft mehr Sauberkeit in der Küche. Inzwischen bieten fast alle bedeutenden Küchenhersteller diese Variante an. Es wird also Zeit, die Küchen umzurüsten.
Ebenso erobert die Elektronik immer mehr die Prozesse in der Küche, wobei vieles noch im Stadium der Spielerei steckt und noch nicht so funktioniert, dass es allen gefällt. Es geht dabei um die Steuerung von Prozessen, z.B. das Zuschalten von Entsorgungsgeräten bei Nutzung der Kochplatten oder die Verwaltung der Vorratshaltung. Erste Ideen wurden dabei schon umgesetzt, aber die Entwicklung wird wohl noch einige Überraschungen bereit halten.
Für das Küchenstudio Meyer bleibt die Zukunft damit spannend. An Aufträgen wird es auch künftig nicht mangeln. Großen Wert legen die Geschäftsinhaber darauf, dass man bei ihnen nicht von „der Stange“ kaufen muss. Für individuelle Situationen und Vorstellungen gibt es auch persönlich zugeschnittene Lösungen. Schließlich sind die Wohnungen und Häuser bei uns auch nicht alle gleich. Mehrmalige Auszeichnungen als „Deutschlands Küchenplaner des Jahres“ zeugen von der Qualität.
Anita und Guido Meyer haben zwei Töchter und inzwischen auch einen Enkel. Wichtig ist neben der Familie für sie der große Freundeskreis. Guido war 30 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Basdorf. Sein Motiv war, Menschen in Not zu helfen. Nun existiert die FFW de facto nicht mehr. So viel verbindet ihn mit der Feuerwehr nicht, dass er trotzdem am Vereinsleben festhält. Da gibt es noch andere Interessen, wie das Segeln auf dem Wandlitzsee, das Wandern oder Lesen. Bei Letzteren hat er mit seiner Frau Interessenübereinstimmung.
Ein paar Jahre haben beide noch, bis sie in den Ruhestand gehen können. Die wollen sie auch nutzen. Eine Weiterführung des Geschäftes durch ihre Kinder ist nicht absehbar. Aber vielleicht werden andere einmal weitermachen. Gekocht wird immer, und schöne, praktische Küchen werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Leben spielen.
Christa Schumann
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 30. September 2016 )
 
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