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Hilfskonvoi in den Donbass (Nr. 69) PDF Drucken
Ein Erlebnisbericht
Danke, dass ihr uns nicht vergesst, danke für Eure Solidarität.
Diesen Satz höten die vier Mitglieder von „Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe e.V." während ihres Aufenthaltes im umkämpften Donbass immer wieder.
Sie wollten sich ein Bild machen von den Geschehnissen in der Ostukraine, von dem unerklärten Krieg der ukrainischen Regierung gegen die Zivilbevölkrung, der nun schon über drei Jahre andauert, Tausende das Leben gekostet hat, worüber unseren Medien weitgehend schweigen.
Die Delegation unter Leitung der Vorsitzenden des Vereins, Liane Kilinc, wohnte im Donezker Hotel „Central", oder besser gesagt in dem Gebäudetrakt, der nach einem Artilleriebeschuss übrig geblieben ist.
Der Krieg begleitet die deutsche Gruppe vom ersten bis zum letzten Tag ihres Aufenthaltes im Donbass. Am Ankunftsabend trifft in unmittelbarer Nähe des Hotels eine Bombe ein Wohnhaus, zehn Tote.
In Gorlovka, der wohl leidgeprüftesten Stadt, hörten sie täglich den Geschützdonner von der nahen Frontlinie. Die Schulkinder haben nur bis 12.30 Uhr Unterricht, alle wissen, nach 13.00 Uhr beginnt der Beschuss durch die ukrainische Armee und die faschistischen Bataillone.
Beim Besuch einer teilweise zerstörten Schule wurde die Gruppe vom Sirenengeheul überrascht. Sie sahen die zerstörten Häuser, erlebten, wie die Menschen in Kellern hausen.
Überall gilt es Not zu lindern, mit Humanitärer Hilfe, wie Kleidung, Baumaterial, Schreib-und Bastelsachen, Lebensmitteln, medizinische Artikel und den von den Kindern heißersehnten Süßigkeiten, die sie vor Ort von den Spendengeldern einkauften.
Waisenkinder wurden mit Schuhen und warmen Sachen eingekleidet, ein Hospiz mit den dringend benötigten Reinigungsmitteln und Hygieneartikeln versorgt.
Die „Friedensbrücke" ist ein Begriff im Donbass und steht sowohl für humanitäre Hilfe als auch für die Evakuierung von bisher mehr als 2.000 Kindern und ihren Müttern in unsere Friedenscamps am Don und am Asowschen Meer, die die Gruppe auf der Fahrt ebenfalls besuchte.
Emotional beeindruckend war für alle die Kranzniederlegung an dem von der „Friedensbrücke" finanzierten Denkmal für die ermordeten Kinder Gorlovkas.
Wichtig für eine noch effektivere Arbeit des Vereins sind die Treffen mit Vertretern staatlicher Institutionen, wie des Gesundheitsministeriums, Kinder-Jugend Sport und Kulturministerium und des Sprachinstitutes Gorlovka, für dessen Studenten die „Friedensbrücke" das pädagogische Praktikum in unseren Friedenscamps finanzierte.
Unsere Hilfe wird auch weiterhin gebraucht.
Unsere Unterstützung macht den Menschen Mut, und den brauchen sie dringend!
Liane Kilinc

Dieser Hilfstransport war nur möglich, weil viele Menschen Sach- und Hilfsspenden geleistet hatten.
Bitte unterstützen Sie auch weiterhin die Arbeit des kleinen Vereins Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
IBAN: DE56 1009 0000 2582 7930 02, BIC: BEVODEBB
Kennwort: „Kalinka“
Weitere Informationen finden Sie auf: www.fbko.org

Ich möchte den Hilfsorganisationen „Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe e.V.“ und „Doroga Dobra“ für ihre Hilfe und Unterstützung, für alle Feste und Veranstaltungen, für ihre Geschenke, dafür, dass wir im Friedenscamp „Pionier“, in dieser Ecke vom Paradies sein dürfen, wo einen nichts gefährdet, ein einfaches Dankeschön sagen.
Vielen Dank für alles, was Ihr für uns tut.
Das ist für mich eine große Freude, Euch alle kennenzulernen. Ihr seid wunderbare Menschen. Es ist so angenehm, sich mit Euch zu unterhalten, Ihr seid unsere Schutzengel.
Trotz der privaten Angelegenheiten, vergesst Ihr uns nicht. Ihr rettet die Leben, indem Ihr rechtzeitig Arzneimittel zur Verfügung stellt. Kein Hilfeschrei ist ungehört geblieben.
Vielen Dank an Euch von allen Anwohnern des Donbass'.
Алёна Заверуха
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 11. Dezember 2016 )
 
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