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Gisela Peter (Nr. 69) PDF Drucken
Hauptamtsleiterin der Gemeinde Wandlitz
Zu den „Gesichtern in Wandlitz“ gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus Wandlitz, die tagtäglich für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Um zu erfahren, was zu ihren Aufgaben gehört, womit sie sich befassen und beschäftigen, stellen wir heute die Hauptamtsleiterin der Gemeinde Wandlitz, Gisela Peter, vor.

Frau Peter, was ist das Hauptamt und worin besteht die Arbeit einer Hauptamtsleiterin?
Das Hauptamt umfasst vier verschiedene Sachgebiete. Neben der Personalverwaltung gibt es den Bereich Bildung, Familie und Sport mit den sechs Kindertageseinrichtungen, den drei Grundschulen und der Oberschule. Außerdem gibt es die Sachgebiete IT und Zentrale Dienste. Dem letztgenannten obliegen die Ortsbeiräte, die Ausschüsse, die Gemeindevertretung und die Vorbereitung aller Gremiensitzungen. Als Hauptamtsleiterin bin ich für das Funktionieren dieser sämtlichen Bereiche zuständig.
 
Wenn man sich im Organigramm der Verwaltungsstruktur unserer Gemeinde Ihren Bereich ansieht, dann erstreckt sich dieser von Versicherungsverträgen über Geodatenmanagement bis hin zum Schulessen. Das erfordert viel Kompetenz aber auch viel Vertrauen, denn sicherlich wird Ihnen nicht jedes Detail vertraut sein.
Meine Bereiche sind sehr vielfältig, deswegen sind ein gewisser Überblick und eine verhältnismäßig hohe Rechtssicherheit notwendig. Beispielsweise muss ich z.B. schon das Schul- oder Kitagesetz kennen und notfalls auch Auskunft darüber geben können, ob noch ein Kitaplatz frei ist. Ob es aber nun Arbeitsverträge oder Klageverfahren sind, letztendlich ist der Sachverstand der einzelnen Sachbearbeiter und Sachgebietsleiter wichtig und notwendig. Den Bereich Geodaten haben wir beispielsweise erst seit zwei Jahren in unserer Verantwortung und weil das Gebiet neu ist, müssen mir der Sachbearbeiter oder Sachgebietsleiter unter Umständen auch mal das eine oder andere erklären.

Welcher Weg führte Sie ins Rathaus?

Ursprünglich bin ich Facharbeiter für Nachrichtentechnik, war bei der Telekom (Deutsche Post) und auch noch im Fernmeldeamt im alten Postamt Wandlitz tätig. Da ich in Klosterfelde wohne und kommunalpolitisch interessiert und aktiv bin, kam ich in die Gemeinde und wurde stellvertretende Bürgermeisterin von Klosterfelde. Nach der Wende war ich Verwaltungsleiterin und nach der Gemeindegebietsreform und der Bildung des Amtes Wandlitz habe ich 1992 zunächst die Amtsleitung des Ordnungsamtes übernommen. Dann bin ich eine Zeit lang die Krankheitsvertretung für den damaligen Hauptamtsleiter gewesen. Nach seiner Rückkehr wurden die Zuständigkeiten gewechselt. Er ging ins Ordnungsamt und ich ins Hauptamt.

Woher haben Sie die Kenntnisse für diese Funktion?
1991/1992 habe ich eine Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst gemacht, eine sogenannte Anpassungsfortbildung. Die war notwendig, um sich überhaupt auf solch eine Stelle bewerben zu können. Und selbstverständlich gehören auch heute zu meiner Arbeit regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen, um immer auf dem Laufenden zu sein.

Ihr Lächeln, wenn Sie von Ihren Aufgaben sprechen, zeigt mir, dass Sie Ihrer Arbeit gerne nachgehen.

Das stimmt. Ich gebe zu, dass es eine anstrengende und mitunter auch sehr fordernde Arbeit ist. Aber die Resonanz, die ich erhalte, ist überwiegend positiv.
Ich muss mich regelmäßig auf Neues einlassen, habe mit vielen Menschen zu tun und dadurch bleibt die Arbeit immer spannend und interessant.

Sie arbeiten seit über 26 Jahren im Dienste der Gemeinde. An welche besonders schönen Momente erinnern Sie sich gerne.
In der ersten Zeit war das Hauptamt auch noch mit für die Baumaßnahmen in den Einrichtungen zuständig. Da mir der Bereich Kita oblag, musste ich 1996 in Basdorf die Sanierungsarbeiten einer Kita begleiten. Glücklicherweise hatte ich einen Kollegen vom Bauamt an meiner Seite, denn ich hatte auf diesem Gebiet überhaupt keine Erfahrungen. Ich erinnere mich aber noch an die Einweihungsfeier und die Freude der Kinder, Erzieher und Eltern, als sie sahen, wie schön alles geworden war.
Erwähnen möchte ich auch das Strandbad, das sich in den letzten zehn Jahren hervorragend entwickelt hat. Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, gemeinsam mit der Badleitung und Rettungsschwimmern die Badesaison abzusichern, was bei den enorm hohen Besucherzahlen sehr wichtig ist.

Und worüber könnten Sie sich ärgern?
Da fällt mir auf Anhieb nichts ein. Natürlich gibt es Dinge, an denen man scheinbar schon eine Ewigkeit arbeitet, ohne dass sich etwas bewegt oder zum Abschluss gebracht werden kann. Umstände auf die man keinen direkten Einfluss hat. Ein Beispiel ist ein Jugendclub in und für Wandlitz. Den gab es vor ein paar Jahren im Dorf in der Nähe der Kirche. Er konnte nicht erhalten werden. Heute sind wir wieder auf der Suche nach einem Standort für eine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung.

Was für Pläne und Wünsche stehen noch auf Ihrer Agenda?
Mehr Kitaplätze. Mit der aktuellen Beschlussfassung der Kitabedarfsplanung wurde bereits ein zusätzlicher Bedarf festgestellt. In Klosterfelde und Basdorf müssen zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Bedarf gibt es auch in Schönwalde und Wandlitz, hier sind Erweiterungen in Planung. Die Geburtenrate steigt und der Zuzug hält unvermindert an. Dem werden viele neue Bauvorhaben, wie die „Basdorfer Gärten“ gerecht. Deshalb ist die Schaffung neuer Kita-Einrichtungen ein wichtiger Punkt.

Dann wünsche ich Ihnen, dass die Pläne realisiert werden und Sie weiterhin viel Spaß und Freude an der Arbeit haben.
Kefrin Simon
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. Dezember 2016 )
 
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