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Der Riesenstein in Prenden (Nr. 5) PDF Drucken
Der Riesen- oder Teufelsstein in Prenden
Eine Barnimer Sage

Früher hatten die Prendener Kirchenglocken das schönste Geläut in der ganzen Gegend. 
Das war dem Teufel, manche behaupten auch, es sei ein Riese gewesen, ein Dorn im Auge. In seiner Wut warf er fünf Steine nach dem Kirchturm. Drei flogen zu weit. Sie fielen in den Wandlitzsee. Das Wasser spritzte hoch, und da, wo es niederfiel, entstanden die drei heiligen Pfühle. Zwei Steine flogen zu kurz und landeten am Strehlesee in Prenden. Der Kirchturm aber blieb, zumindest damals, unversehrt. Der Abdruck von der Hand des Teufels ist noch heute an dem großen Stein zu sehen. Was aber geschah mit dem kleinen Stein? 1887 kaufte die Stadt Berlin beide Steine, um sie für einen künstlichen Wasserfall im Humboldthain zu verwenden. Zunächst wurde der kleinere Stein nach Berlin befördert. Zwei Wochen dauerte der Transport auf einem eigens dafür umgebauten Wagen. Der Transport hinterließ zahlreiche Schäden an der Landstraße, die ausgebessert werden musste. Auf den Transport des zweiten Steines verzichtete man daraufhin. So blieb er als Naturdenkmal aus der letzten Eiszeit erhalten. Der Stein ist 3,85 Meter lang, 2,85 Meter breit und 1,45 Meter hoch. Über das Gewicht gibt es verschiedene Angaben. Die letzte nennt 23 Tonnen.
nach Rudolf Bügel, Sagen und andere Geschichten aus dem Barnim, 2000
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. September 2007 )
 
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