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Territoriales Bündnis Bernau und Umgebung (Nr. 69) PDF Drucken
Ich möchte über eine Veranstaltung informieren, an der auch Bürgerinnen und Bürger aus Wandlitz teilgenommen haben. Leider wurde in den sonstigen Medien darüber nicht berichtet. Das „Territoriale Bündnis Bernau“, welches von verschiedenen Verbänden und Vereinen aus Bernau und Umgebung getragen wird, führte am 10. November 2016 in der Stadthalle Bernau eine Zusammenkunft unter dem Titel „Wir im Frieden? Wir für den Frieden!" durch.
Joachim Klein, Vorsitzender des Seniorenverbandes Bernau eröffnete die Veranstaltung. In der gut gefüllten Stadthalle von Bernau sprach der Schirmherr des Treffens, der Bürgermeister von Bernau Andreas Stahl, die einleitenden Worte. Ausdrücklich lobte er das Engagement des Territorialen Bündnisses Bernau und der darin vertretenen Verbände und Vereine für Frieden.
Der ehemalige Rechtsanwalt Dr. Friedrich Wolff schilderte seine persönlichen und politischen Erfahrungen zur Notwendigkeit der Schaffung und Erhaltung von Frieden in Europa und der Welt. Schon früh musste der heute 94-jährige die Schrecken des Krieges miterleben. Aufgrund seiner Erfahrungen entwickelte sich seine antifaschistische und demokratische Gesinnung. Die aktuellen Entwicklungen in der Welt verglich er mit historischen Ereignissen, die zu Kriegen und Verbrechen führten. Besonders die neoliberale, unsoziale und auf militärische Macht gerichtete Politik der Bundesregierung, der USA und der NATO wurden durch ihn angeprangert. Es gilt, die Ursachen von Kriegen und sozialer Ungerechtigkeit abzuschaffen. Es gilt, die Milliarden, die für die Rüstung ausgegeben werden, für die Beseitigung von sozialen Ungerechtigkeiten in der ganzen Welt zu nutzen. Dadurch werden Kriege verhindert. Die Einsätze der Bundeswehr bei Kriegen in der Welt und die Waffenexporte deutscher Rüstungsfirmen, mit ausdrücklicher Zustimmung der Bundesregierung schüren und entfesseln immer mehr Kriege und beseitigen sie nicht.
Wir sagen „Nein“ zu auf Krieg gerichteter deutscher Politik und soziale Ungerechtigkeit in der Welt.
Die Teilnehmer der Veranstaltung verabschiedeten einen Appell:
„Unsere Erfahrung - unsere Erkenntnis! Die Waffen nieder!“
Der Appell, des Territorialen Bündnisses Bernau und Umgebung wird Politikern im Land Brandenburg und der Bundesrepublik zugeleitet.
Ein Kulturprogramm mit Rezitationen und Liedern zum Frieden bildete einen tollen Rahmen für diese Veranstaltung.
Mit dabei war der Volkschor Stolzenhagen unter Leitung von Torsten Saalmann aus unserer Gemeinde mit seiner tollen Interpretation von Friedensliedern.
Während der Veranstaltung gab es neben den zahlreichen sachlichen Argumenten für mich weitere bewegende Momente, wie das Lied von Reinhard May – „Nein, meine Söhne geb' ich nicht!“
Frieden und soziale Gerechtigkeit für alle wünscht sich
Thomas Caden, Basdorf
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 11. Dezember 2016 )
 
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