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Wandlitz baut (Nr. 69) PDF Drucken
Nachnutzung der Basdorfer Polizeischule gestartet
Das große Areal der ehemaligen Polizeischule in Basdorf harrt seit 2006 einer sinnvollen Nachnutzung. Mitten im Ort gelegen, direkt an der Durchfahrtsstraße erweckte bislang diese Fläche mit einigen sichtbaren Baracken aus der Zeit, als hier noch ein Zwangsarbeitslager während der Nazi-Zeit stand, und den leer stehenden Kasernengebäuden einen eher trostlosen Eindruck. Einige größere Plattenbauten wurden inzwischen abgerissen, seit dem passierte nicht mehr viel. Doch das äußere Erscheinungsbild spiegelt nicht die tatsächlichen Gegebenheiten wider. Seit 2010 gibt es bereits einen Bebauungsplan für das Gelände, 2012 wurde die BEG Badorf Entwicklungsgesellschaft mbH gegründet. Seit dem wurden mehrere Machbarkeitsuntersuchungen in Auftrag gegeben. Planungsaufgaben waren zu erfüllen, eine europaweite Ausschreibung war nötig und wurde auch realisiert. All das sind Schritte, die kaum Außenwirkung erzielen, aber dringend notwendig sind. Fachleute wissen natürlich, dass diese Phase des Baugeschehens die wichtigste und längste ist.
Am 5. Oktober fiel dann der Startschuss für das Wohnprojekt „Basdorfer Gärten“. Ortsvorsteher Peter Liebehenschel brachte mit Gitarrenbegleitung ein Liedchen zu Gehör, bevor Staatssekretärin Ines Jesse und Birgit Dorneburg von der Landesbank ILB der Bürgermeisterin Jana Radant den Darlehensbescheid (als Kredit) in Höhe von 9,2 Millionen Euro überreichten. Insgesamt sind Kosten von 15 Millionen Euro veranschlagt. Damit ist dieses Vorhaben das bisher größte Bauprojekt der Gemeinde Wandlitz. Der Bauantrag für das Haus 1 wurde inzwischen eingereicht. Im Frühjahr 2017 sollen dann die Arbeiten beginnen. Ende 2018 ist die Fertigstellung geplant. 52 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sollen hier entstehen. Das Dachgeschoss wird als 4. Obergeschoss ausgebaut. Alle Wohnungen bekommen Balkon, außer im Erdgeschoss. Hier können die Mieter einen Garten nutzen. 75 Prozent der Wohnungen werden als Sozialwohnungen mit Wohnberechtigungsschein ausgewiesen. 71 Prozent der Wohnungen werden barrierefrei, also rollstuhlgerecht, gebaut. Statt der bisher zwei werden künftig fünf Treppenaufgänge vorhanden sein. Alle Wohnungen werden Räume nach Süden erhalten.
Mit diesem Projekt liegt die Gemeinde wieder einmal beispielgebend im Trend. Der soziale Wohnungsbau wurde deutschlandweit als eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten Jahre ins Blickfeld gerückt. In Basdorf entsteht das erste Projekt in Brandenburg. Nach Jahren der Luxussanierungen, die ganz sicher damit nicht beendet sind, gibt es endlich wieder sozialen Wohnungsbau.
Das Projekt in Basdorf will aber auch einen weiteren Aspekt deutlich machen: Aus Kasernen werden Wohnungen. Deshalb sollen die bestehenden Gebäude auch nicht verschwinden.
Neben der Errichtung der Wohnungen ist im Nordbereich eine neue, große Verkaufseinrichtung entstanden. Das bisherige Kasino mit seiner denkmalgeschützten Fassade wird als Sporthalle hergerichtet. Im Bereich Blumenstraße entstehen bereits die ersten Einfamilienhäuser. Auch eine Kita und eine Tagespflegestelle wurden in das Programm aufgenommen.
Christa Schumann
 
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