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Gesichter in Wandlitz (Nr. 72) PDF Drucken
Jan Hampel, Kfz-Meister aus Klosterfelde
Jan Hempel gehört zu den Bürgern, die ihren Weg von der Geburt an schnurgerade in unserer Gemeinde gingen. Das Licht der Welt erblickte er 1963 im Krankenhaus in Groß Schönebeck. Aufgewachsen ist er in jan-hampelStolzenhagen. Er besuchte die Erich-Weinert-Oberschule in Wandlitz, dem heutigen Gymnasium. Nach dem Abschluss der 10. Klasse erlernte er in Zerpenschleuse im damaligen Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb (KIB) den Beruf als Kfz-Mechaniker. Danach leistete er seinen Grundwehrdienst in der NVA in einer Nachrichteneinheit ab.
Sein Vater hatte sich mit einem Kfz-Betrieb 1977 selbständig gemacht. Das war damals nicht so einfach, doch mit Hartnäckigkeit und ein paar guten Beziehungen war ihm das gelungen. In den Betrieb seines Vaters stieg Jan Hampel mit ein. Er erwarb 1986 den Meisterbrief. Das war auch damals kein Zuckerschlecken. Sonnabends musste er zum Unterricht nach Frankfurt/Oder und Geld hatte das auch gekostet. 1997 übernahm er den Betrieb seines Vaters, der leider nicht mehr der Gesündeste ist. Sein jüngerer Bruder ist übrigens auch in der Kfz-Branche tätig.
Den Betrieb führt er noch heute. Am 1. Mai feierte er sein 40-jähriges Betriebsjubiläum. Als der schicke Neubau am Ortseingang von Klosterfelde zur Vermietung stand, verlegte Jan Hampel vor sieben Jahren seinen Betrieb hierher. Die Räumlichkeiten in Stolzenhagen waren doch etwas beengt. Jetzt betreibt er dort seine Kfz-Werkstatt zusammen mit zwei Mitarbeitern, die er schon viele Jahre kennt und auf die er sich verlassen kann. Sie haben gemeinsam gut zu tun. Über seine Zukunft macht sich Jan Hampel keine Sorgen. Man kennt sich in der Branche und hilft sich, wenn es nötig ist. Für Konkurrenzgehabe bleibt da wenig Platz. Zwei Probleme ärgern ihn: Da ist zum einen die schlechte Zahlungsmoral einiger weniger Kunden, mit der er sich rumschlagen muss. Zum anderen nimmt die Bürokratie immer neue Auswüchse an und zwingt ihn mehr als ihm lieb ist zur Schreibtischarbeit. Aber dieses Problem beschäftigt wohl zunehmend alle Selbständige.
Sein Sohn hat sich für eine Ausbildung beim Zoll entschieden. Für ihn ist der weitere Berufsweg also auch vorgezeichnet. Die Lebensgefährtin von Jan Hampel betreibt in Zehlendorf ein Kosmetikstudio.
Irgendwie scheint seine Arbeit auf ihn selbst abzufärben. Motoren reden nicht und so ist es auch Jan Hampels Sache nicht, große Worte zu verlieren. Er zeigt sich sehr zurückhaltend und ruhig. Sein Metier sind mehr die technischen Dinge. So arbeitet der Meister Jan Hampel in seiner gut ausgestatteten Werkstatt, repariert Autos und schraubt an Motorrädern, für die er sich auch in der Freizeit begeistert. Leider kommt sein Hobby ein wenig zu kurz. Er lebt hier in unserer Gemeinde, gehört quasi zu ihr und fühlt sich hier auch wohl.
Christa Schumann
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 31. Mai 2017 )
 
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