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Wochenmarkt in Wandlitz ... (Nr. 73) PDF Drucken
... Eine unlösbare Idee?
Ü berall gibt es ihn – den Wochenmarkt. Rund um Wandlitz, von Bernau, Templin, Ahrensfelde bis nach Berlin ist er eine feste Institution geworden – von Bürgern gewünscht und angenommen. Fährt man durch diese Orte, weisen sogar fest installierte Schilder darauf hin. Freie Plätze und oft auch ganze Straßenzüge werden dafür genutzt, hier trifft man sich gern und sie sind stets gut besucht.
In jedem Supermarkt liest man das Wort „regional“ und meint damit Produkte aus dem Umland. Beim genauen Betrachten stellt man jedoch meist fest, dass diese Produkte oft alles andere als regional sind, lange Reisen hinter sich haben und die Nahrungsmittel dann weder an gewohnten Geschmack noch Genuss erinnern.
Wir hier in Wandlitz haben alles, was man für das Anbieten regionaler Produkte braucht:
- wir haben zum Beispiel Bauern, die vom Ei bis zum Kaninchen alles anbieten können.
- Wir haben den Biohof Gerstl,
- den Hof der kleinen Tiere,
- das Hiram-Haus mit seinen Demeter-Produkten,
- Blumenläden mit den schönsten Angeboten,
- die Klosterfelder Senfmühle und
- mehrere Imker.
- Wir haben auch Künstler und Freischaffende (wie man bei einem Besuch am Tag des offenen Ateliers unschwer erkennen kann), die ihre Kunst vom Korbflechten bis zur Keramik anbieten. -
- Wir haben auch die Kreativwerkstatt der Krebsberatungsstelle Wandlitz, die dort gerne die Produkte anbieten würde.
Kurz gesagt: Wandlitz mit all seinen Ortsteilen hat eine Menge aufzuweisen, was einen schönen und vielfältigen Wochenmarkt ausmachen könnte.
Unsere Natur und Seen locken jedes Jahr Touristen in unsere schöne Heimat und laut unserer Bürgermeisterin will Wandlitz sogar ein staatlich anerkannter Erholungsort werden. Wäre es da nicht eine Bereicherung, wenn wir nicht auch mit all den anderen Orten mithalten könnten und auf „unserem Markt“ zeigen könnten, was wir hier alles zu bieten haben? Touristen die hier ihren Urlaub in Ferienhäusern verbringen, hätten die Möglichkeit, ihre Selbstverpflegung tatsächlich mit Regionalem zu verbinden und das eine oder andere sogar mit nach Hause zu nehmen – vom Senf bis zur Marmelade, alles dabei.
Und für uns als Bürger wäre so ein zentraler Einkaufsmarkt mit Sicherheit auch ohne Touristen eine gute Institution: wer freut sich nicht darüber, wenn man weiß, von wem man etwas kauft? Wenn man dafür nicht alle unsere Ortsteile aufsuchen müsste (was für die Älteren unter uns auch eher schwierig ist) sondern alles zentral an einem Platz hätte? Ein Platz zum Kaufen, Treffen, Austauschen? Und die Anbieter profitieren ebenfalls: Stammkunden, Kunden die gerne wiederkommen, Kontakte die man knüpfen könnte u.v.m.
Warum funktioniert so etwas nicht bei uns? Am zentralen Platz kann es nicht liegen – schließlich haben wir ja auch Plätze, an denen Feste ausgerichtet werden wie am Barnim Panorama, der Adventsmarkt in Basdorf, Rummel am Wandlitzsee oder zum Beispiel der Parkplatz hinter dem Rathaus, der am Wochenende nicht genutzt wird.
Im Januar 2015 hatte ich den Gedanken zum Thema „Wochenmarkt“ schon einmal und beim Bürgerservice der Gemeinde Wandlitz per mail deshalb nachgefragt. Damals antwortete mir Frau Schüler vom Hauptamt, das das Thema bei den Planungen für die Erholungsortentwicklung bereits bestehe und es schon 2014 Gespräche und Recherchen gab. Hürden bestünden im Finden geeigneter Plätze, in Genehmigungsverfahren durch den Landkreis z.B. für die Nutzung eines Parkplatzes, im Parkplatzbedarf gerade in den Sommermonaten und im Finden eines Marktbetreibers, der nach wirtschaftlichen Prinzipien agieren muss. Frau Schüler sagte damals: Das Thema bleibt auf der Tagesordnung, hat jedoch momentan nicht die höchste Priorität, da andere Maßnahmen für die Umsetzung der Erholungsortentwicklungskonzeption Vorrang haben (z.B. Park- u. Fußgängerleitsystem, Wanderwegekonzept, Fahrradabstell-anlagen, Infotafeln, Tourismusforum).
Jetzt, also fast drei Jahre später frage ich: warum bringen wir den Stein nicht endlich ins Rollen? Auch Sie liebe Leser sind gefragt, Sie wohnen und leben hier und können und sollen mitgestalten! Die höchste Priorität wird wohl nie erreicht sein, aber wie heißt es so schön: Gedanken sind der Anfang von Taten!
Ute Schröder
 
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