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Hindernislauf im Wald (Nr. 74) PDF Drucken
Vor einigen Wochen hatte ich wieder einmal das Bedürfnis, einen schönen Waldspaziergang zu unternehmen, die Natur und die reine Luft zu genießen. Am Beginn meines Weges, Gemeindezentrum Schönwalde in Richtung Basdorf sah ich, dass neue Stapel von Baumstämmen am Weg lagerten. Ich ahnte noch nichts Schlimmes, dieser Anblick wurde mir schon in den letzten Jahren vertraut. Nach zirka 200 Metern kam ich an die erste Wegkreuzung, da änderte ich mein Vorhaben, Richtung Fuchsberg zu gehen. Dieser Weg war knöcheltief von Kettenfahrzeugen aufgewühlt, also unpassierbar. Ich nahm den gut aussehenden Weg nach links. An der nächsten Kreuzung wieder ein Bild der Verwüstung. Ich nahm noch mehrere Richtungswechsel vor, um einigermaßen gut aus dem Wald zu kommen. Dabei gingen mir etliche Überlegungen durch den Kopf.
Meine Nachbarn dürfen ihr zu groß gewordenen Bäume erst nach Ablauf der Brutzeit der Vögel fällen lassen. Gibt es auch eine Regelung für unsere Wälder, wo große Bäume gefällt und mit schwerer Technik abtransportiert werden dürfen? Der Waldboden wird zerwühlt und die Tierwelt gestört.
Unsere Bürgermeisterin Frau Dr. Radant schrieb im April-Amtsblatt: „Es beginnt die Saison der vielen Unternehmungen in unserer wunderschönen Natur.“
So einen Wald kann man wirklich nicht dazurechnen. Die Schneisen, die ihn durchziehen, tun den Augen weh und die Wege den Füßen. Private Waldnutzung und Naturschutz lassen sich wohl kaum vereinen. Das ist nun einige Zeit her, doch neulich war ich erneut im Wald. Die Situation hatte sich nicht geändert.
Ursula Drebinger, Wandlitz
 
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