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Ärger mit den „Roten“ (Waldameisen) (Nr. 74) PDF Drucken
Vor drei oder vier Jahren wandte sich ein engagierter Bürger an die Gemeindeverwaltung und teilte mit, dass sich ein Waldameisenvolk in der Nähe des Wasserscheidesteins angesiedelt und einen bemerkenswerten rote-waldameiseHügel errichtet habe. Dies führe langfristig zu Problemen und könne nicht ignoriert werden, so sein gut gemeinter Hinweis.
Zur allgemeinen Information befindet sich der Wasserscheidestein in der Umgebung des Strandbades Wandlitzsee, rechts neben dem Restaurant Fontana im Parkgelände. Wichtig ist auch, dass die Waldameise unter Naturschutz steht und nicht einfach so mit chemischen oder anderen Mitteln entfernt werden darf. Die Gemeindeverwaltung bedankte sich damals für diesen Hinweis und ging zum Tagesgeschäft über. Es passierte auf dieser Seite nichts.
Im Unterschied dazu die Ameisen: Diese waren emsig beschäftigt, wie man sie kennt, und vergrößerten ihr Imperium. Das führte dazu, dass der Schacht, in dem sich die Anschlüsse für die Wasserversorgung des Denkmals „Wasserscheidestein“ befinden, von den Ameisen bevölkert wurde. Ebenfalls waren die Ameisen hoch interessiert an den unterirdischen Anlagen der Fußgängerampel, die den gefahrlosen Übergang über die L100 regelt. Es kam, was kommen musste. Die Ampelanlage fiel aus. Ob auch der Wasserscheidestein dadurch versiegte, kann man nur vermuten. Nun war Gefahr im Verzug für die Öffentlichkeit und die Verwaltung musste reagieren. Man entschied sich, das Ameisenvolk umzusetzen und beauftragte eine Firma, dies durchzuführen. Firmen, welche mit großen und kleinen Baggern umgehen, sind dafür bekannt, dass sie ranklotzen und den Auftrag schnell umsetzen. So wurde weiträumig und gründlich gebaggert und geklotzt. Dabei wurde jedoch auf das Wurzelwerk der dortigen Bäume nicht geachtet, denn der Auftrag hieß ja Ameisen umzusetzen und nicht Bäume schützen. Im Ergebnis meinte die Firma, dass ein Baum nicht mehr zu retten sei und bald umfallen werde.
Wer ahnt es? Es dauerte nicht lange, da waren nicht nur ein sondern mehrere Ameisenhaufen auf besagtem Areal. Mit dem Wissen des Geschehenen erkannte man die Gefahr und das Problem. Stimmen wurden auch in der Verwaltung laut, welche der Meinung waren, dass die Ameise sich nicht umsetzen lässt, da sie unter anderem auch unter Betonteilen siedelt. Eventuell kann man natürliche Gegner der Ameise „einsetzen“.
Aber jetzt geht man die Sache gründlich an. Es wurde ein Diplomingenieur als Ameisenbeauftragter fest oder temporär eingestellt, installiert oder benannt, wie auch immer. Dieser „Ameisenbärauftragte“ soll nun untersuchen und entscheiden, wie man das Problem lösen kann.
Das dauert natürlich seine Zeit. Es soll ja gründlich und langfristig sein. Die „bösen“ Ameisen warten aber nicht und leben munter weiter. Diese Völker wachsen und wachsen und wachsen. An den Baumstämmen erkennt man Ameisenstraßen nach oben, wo sie sich Blattlauskulturen züchten, denn der Hunger wächst.
Sind wir gespannt, wer den Wettlauf gewinnt. Ein Schalk, wer darüber lacht...
Wolfgang Kirschner
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Oktober 2017 )
 
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