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Vom Sturm erwischt (Nr. 75) PDF Drucken
Solidarität und Hilfe
Den 5. Oktober 2017 wird unsere Familie so schnell nicht vergessen: Nach 17 Uhr gab es plötzlich einen fürchterlichen Schlag auf unser Hausdach und wir hatten einen schweren Dachschaden an unserem Haus zu verzeichnen. Eine dreistämmige Kiefer war längs auf unser Haus sturmschadengekracht. Dabei haben die Baumstämme unseren Schuppen platt gemacht, was sich als Glück im Unglück erwies. Dadurch wurde der Aufprall auf unser Haus etwas abgefedert.
Das Wetter war teilweise regnerisch, so dass nun das Eindringen von Wasser in unser Haus zu befürchten war. Diese Situation hat unsere Stimmung noch weiter gedämpft.
Was tun? Die Alarmierung der Feuerwehr schien unumgänglich. Bei der Feuerwehr waren die Telefonleitungen allerdings permanent besetzt und erst nach Stunden konnte unser Notruf abgesetzt werden. Mit einem Erscheinen der Feuerwehr war in den nächsten Stunden dennoch nicht zu rechnen, ging es doch auch anderen Wandlitzer Bürgern wie uns und die Feuerwehr musste eine entsprechende Reihenfolge für die Abarbeitung festlegen. Als problematisch erwies sich, dass die Rufnummer 112 auch den Rettungsdienst mit einbezog, so dass noch mehr Andrang zu diesem Anschluss bestand.
Zwischenzeitlich hatte sich unsere Situation mit den Bäumen auf dem Dach bei unseren Nachbarn herumgesprochen. Es begann eine Aktion mit praktischer Hilfeleistung und solidarischer Unterstützung.
Die Nachbarn kamen mit Sägen und anderen Werkzeugen, um die Äste aus dem Dach zu entfernen. Zwischenzeitlich waren vier Männer auf dem Laufsteg, die gleichzeitig nach der Astentfernung die gereichten vorhandenen Reserveziegel verlegten. Schwerpunkt waren die unteren Dachziegelreihen, damit der mögliche Wasserschaden durch Regen minimiert werden konnte.
Die Hilfeleistung konnte nur bis 21 Uhr vorgenommen werden, da waren die Reserveziegel verbaut und die Dunkelheit tat ein weiteres, sollte doch keiner der Hilfeleistenden noch zu Schaden kommen.
Wir bedankten uns bei den Nachbarn für die geleistete Hilfe und harrten der Dinge. Um 22 Uhr kam ein Feuerwehrmann, der uns über die „die Gefahr für Leib und Leben“ hinwies und das Kommen der Kameraden noch für diese Nacht ankündigte. Unsererseits wurden unter den offenen Dachstellen Regenauffangbehälter positioniert. Nun konnten wir nur noch hoffen! In der Nacht passierte nichts mehr. Ob und wann die Feuerwehr eintrifft, hätten wir schon gern gewusst. So lagen wir angekleidet und warteten.
Am nächsten Morgen kam dann die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und hat bei der Beseitigung des umgestürzten Baumes geholfen. Von den Feuerwehrleuten erfuhren wir, dass diese in der Nacht um halb drei Uhr ihren Einsatz beendet hatten. Auch bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr möchten wir uns nochmals für ihren Einsatz bedanken.
Nach zirka vier Wochen waren noch nicht alle Schadensstellen beseitigt, aber wir sehen das Ende. Die Versicherung hat auch den eingeschätzten Schaden finanziell beglichen.
So langsam geht es mit unserer Stimmung wieder aufwärts.
Wolfgang Weidler
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. November 2017 )
 
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