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Wandlitz wird Wachstumsachse (Nr. 75) PDF Drucken
Die Landtagsabgeordnete Britta Müller (SPD) informierte das HK-J über die Pläne der Landesregierung zur Entwicklung unserer Gemeinde. Mit ihr sprach Horst Schumann.
britta-muellerIm aktuellen Landesentwicklungsplan des Landes Brandenburg wird Wandlitz neben Werneuchen als Wachstumsachse eingestuft. Das bedeutet, dass von Berlin aus die Bebauung und damit Erhöhung der Bevölkerungsanzahl in diesen Bereichen besonders gefördert wird. Statt der normalerweise ausgewiesenen 0,5 Hektar pro 1.00 Einwohner können in diesem Bereich1,0 Hektar Neubauflächen außerhalb der Ortskerne ausgewiesen werden. Damit soll der Zuzug von Bürgern in die unmittelbare Umgebung gezielt gefördert werden. Auf die Gemeinde kommen dadurch große Aufgaben zu. Es müssen Flächen für die Wohnbebauung gefunden werden, Planungsleistungen sind zu erbringen und die Infrastruktur muss dem zu erwartenden Zuzug Rechnung tragen. Dabei geht es neben dem Bau neuer Kitas und Schulen auch um bessere Verkehrsanbindungen an die Hauptstadt. Schon jetzt arbeiten über 44 Prozent der Barnimer in anderen Bundesländern. Nach dem Kreis Oberhavel ist das die bundesweit höchste Anzahl von Menschen, die täglich zwischen ihrem Wohnort und der Arbeitsstelle pendeln. Mit dem geplanten weiteren Zuzug wird dieses Problem ebenfalls weiter wachsen.
Der Entwurf des Landesnahverkehrsplanes für 2018 trägt den gewachsenen Anforderungen Rechnung. Darin wurde erstmals wieder die Reaktivierung der früheren Streckenführung der NEB über Mühlenbeck bis Wilhelmsruh aufgenommen. Konsens besteht darüber, dass Schönerlinde dabei nicht aus dem Streckenverbund ausscheiden soll. Die Wiederaufnahme der Stammstrecke ist nun auch Bestandteil einer gemeinsamen Länderstrategie zwischen Berlin und Brandenburg.
In der vorliegenden Planung wird allerdings davon ausgegangen, dass das Projekt bis 2030 umgesetzt werden soll. Das ist angesichts des geplanten Wachstums der Gemeinde Wandlitz, die ja hauptsächlich von der NEB angefahren wird, ein zu langer Planungszeitraum. Hier muss unbedingt noch einmal Druck ausgeübt werden. Bereits jetzt fahren 4.000 Pendler täglich mit der Bahn von und nach Berlin. Diese Zahl wird ganz sicher weiter steigen. Dem muss der öffentliche Personennahverkehr Rechnung tragen. „Zuzug braucht Züge!“
Wenn man über Verkehrsanbindungen spricht, gehören die Straßen unbedingt dazu. Im Barnim gibt es rund 250 Kilometer Landesstraßen. Davon sind 50 Prozent in einem sehr schlechten Zustand. Hier besteht ganz sicher Nachholbedarf. Man darf aber auch nicht übersehen, dass bereits etliche Straßen in den letzten Jahren in guter Qualität ausgebaut wurden.
Das trifft auch auf das Radwegnetz zu. Geplant sind weitere Radwege von Wandlitz nach Wensickendorf (dazu liegt ein Planfeststellungsbeschluss vor), von Lanke über Biesenthal bis zum Usedom-Radweg und von Klosterfelde nach Zerpenschleuse (im Planungsverfahren).
Zusammenfassend kann man also feststellen, dass vor der Gemeinde Wandlitz zahlreiche Aufgaben liegen, die uns in den kommenden Jahren viel Arbeit abverlangen werden. Eines scheint aber sicher: Stillstand ist nicht vorgesehen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 30. November 2017 )
 
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