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Gesichter in Wandlitz - Katrin Bornkessel (Nr. 82) PDF Drucken
Katrin Bornkessel Bauamt
Das Licht der Welt erblickte Katrin Bornkessel 1966 im Berliner Krankenhaus Friedrichshain. Die Familie zog kurze Zeit später nach Merseburg um, der Arbeit des Vaters
bornkesselfolgend. Hier wuchs Katrin auf, sie ging hier zur Schule und erwarb das Abitur. Daran schloss sich ein Studium der Agrarwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität an. Das dauerte über vier Jahre. Sie arbeitete dann am Institut für Pflanzenernährung in Jena. Daneben, also postgradual, studierte sie noch zwei Jahre Landschaftsgestaltung. Dann wurden ihr Betrieb und sie gleich mit „abgewickelt“.
Da ergab sich eine ABM-Stelle in der Gemeinde Wandlitz für Umweltfragen. Diese war dem Bauamt zugeordnet. Seitdem ist sie also in der Verwaltung der Gemeinde tätig.
1995 heiratete sie. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, der als Horterzieher arbeitet. Inzwischen besitzen sie ein eigenes Haus in Klosterfelde.
In Wandlitz hat Katrin Bornkessel Fuß gefasst, hier fühlt sie sich zu Hause. Die Arbeit macht, bei allen täglichen Herausforderungen Spaß. Als Sachgebietsleiterin der Bauleitplanung hat sie ein umfangreiches und interessantes Betätigungsfeld. Sie ist gleichzeitig als Sachbearbeiterin für die Ortsteile Lanke, Prenden und Stolzenhagen zuständig. Für ihre Tätigkeit erwarb sie sich neben den Erkenntnissen ihres Studiums umfangreiches Wissen an der Verwaltungsfachhochschule in Bernau, die sie 1994 und 1995 absolvierte.
Aktuell ist sie mit der Erstellung des Gesamtflächennutzungsplanes für die Gemeinde Wandlitz beschäftigt. Es gibt solche Pläne bislang für jeden einzelnen Ort. Doch nun wird es Zeit, den Gesamtzusammenhang herzustellen. Fast täglich treffen Vorschläge und Anregungen von Bürgern ein, die dann in das Konzept einzuordnen sind. Manches ist hilfreich, manchmal geht es aber auch nicht. Katrin Bornkessel und ihre Mitarbeiterinnen sind bestrebt, möglichst wenig Bauvorhaben auf der grünen Wiese zuzulassen. Das führt immer wieder zu Differenzen: Die Häuslebauer wünschen sich immer neue Bauflächen, das Bauamt will möglichst viel Grün erhalten. Hier gilt es, Kompromisse zu finden. Schließlich haben wir einmal beschlossen, ein Naherholungsgebiet zu werden. Davon sollten wir auch nicht abrücken, wenngleich noch manche Hürde genommen werden muss.
Trotz aller Aktivitäten, so ist doch die Gemeindevertretung letztlich der Entscheidungsträger. Frau Bornkessel wünscht sich, dass die Mitglieder der Gemeindevertretung die Möglichkeiten, sich zu Detailfragen zu informieren, mehr nutzen würden. Manche tun das sehr intensiv, andere waren noch nie bei ihnen. Keiner kann alles wissen, und gerade im Baurecht gibt es viele Finessen, die zu beachten sind. Bedauerlich war auch, dass eine extra anberaumte Weiterbildung für Gemeindevertreter mangels Beteiligung ausfallen musste.
Pro Jahr bearbeitet die Gemeinde rund 300 bis 400 Bauanträge. Dazu gehören neben Eigenheimen auch Garagen und andere Gebäude. Bauanträge werden im Bauamt des Kreises bearbeitet und entschieden. Die Gemeinde prüft jeden Antrag vor allem aus planungsrechtlichen Aspekten: Ort, Größe des Vorhabend und das zu beachtende Umfeld. Lediglich bei etwa drei Prozent der Anträge erfolgt eine Ablehnung. Meist liegen dabei formalrechtliche Gründe vor. Trotzdem ist es natürlich die Pflicht der Gemeinde und auch des Kreisbauamtes, die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen umzusetzen.
Ein Thema, das ebenfalls auf dem Tisch von Katrin Bornkessel landet, ist die Errichtung von Windrädern und der Abbau von Kies (und sicher auch anderen Dingen). Hier bemüht sie sich, die Interessen der Gemeinde strikt zu wahren und keinen Wildwuchs zuzulassen. Für ein neues Windrad in Klosterfelde konnte ein Baustopp durchgesetzt werden. Falls wir damit letztendlich Erfolg haben, könnte es auch zu einem Rückbau kommen. Wir sind als Gemeinde den Interessen von Geschäftemachern nicht bedingungslos ausgesetzt und sollten hier auch unsere Stirn bieten.
Die Stunde mit Kerstin Bornkessel verging wie im Flug und der Autor verließ das Rathaus mit dem Gefühl, dass hier Menschen arbeiten, die solide ausgebildet, sehr motiviert und ihrer Gemeinde verpflichtet sind.
Horst Schumann
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 1. Februar 2019 )
 
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