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Kommunalwahl ist Wahl vor Ort! (Nr. 83) PDF Drucken
Für mich persönlich war die Politik immer denen im Fernsehen vorbehalten, weit weg vom wirklichen Geschehen vor Ort.
Das änderte sich nach vielen persönlichen Gesprächen mit dem hiesigen Glaser Jürgen Hintze, der mich für die Mitarbeit bei BVB / Freien Wähler gewonnen hat.

Die Möglichkeiten, für mich und damit für uns, vor Ort etwas zu bewegen, mitzureden, hat mein Interesse geweckt. Erst war ich skeptisch, da ich in meiner Arbeit den Menschen gerne jeden Tag mit meinem Fachwissen, meinem Netzwerk und den regionalen Partner aktiv helfe. Dazu noch unsere beiden Söhne, mein lieber Ehemann und unser Freundeskreis.
Ich weiß, dass ich in meiner Welt viel bewegen kann. Jetzt will ich mehr tun. Ich halt nicht länger meinen Mund. Um etwas zu bewegen, muss ich dahin, wo die Entscheider sind! In den Treffen mit den Kandidaten der BVB / Freie Wähler Wandlitz habe ich schnell erkannt, das ich mit sehr engagierten, lang erfahrenen, starken Partnern, für die Bürger und damit, für die Großgemeinde Wandlitz kandidiere.
Ich habe inzwischen an mehreren interessanten Veranstaltungen teilgenommen, wie z.B. mit der Bürgermeisterin Jana Radant zum Thema „Frauen an die Macht“.
Eine weitere Möglichkeit bot sich mir am 5. März als Gast der Ortsbeiratssitzung Wandlitz. Die Tagung begann freundlich mit der Begrüßung durch den Ortsvorsteher Oliver Borchert.
Dieser fragte auch die Zuschauer nach dem Grund ihres Erscheinens. Die mehrheitliche Antwort: „Thema Schule, Standort, Neubau“. Das traf auch auf mich zu. Spannend wurde es.
Zu Beginn wurden die jeweiligen Tagungspunkte aufgezählt. Wahnsinn, was die neun Personen alles bestimmen müssen. Was sie für eine Verantwortung für Wandlitz tragen. Die Meinungen und Argumente unter den Beiratssitzenden wurden hitzig diskutiert.
Das Problem ist allen schon seit Jahren bekannt. Dass Standort, Kosten, Struktur zukunftsorientiert und mit Berücksichtigung vieler Kriterien geplant werden müssen, steht außer Frage. Eine bedarfsgerechte Lösung konnte ich nicht erkennen. Ich nahm zwei Lager wahr: die einen sind für „Kurze Beine – kurze Wege" und u.a. für einen Neubau zwischen Wandlitz /Basdorf. Die anderen wollen erst den Städtebau zum Beispiel Schönwalde. Wobei sich mir die Frage stellt, welche Kinderzahlen erwartet werden? Warum in Schönwalde, wenn der Neubau bereits in den Basdorfer Gärten stattfindet“?
Was wird derzeit für die vorhandenen und die zu erwartenden Kinder in der Großgemeinde Wandlitz getan? Das allmorgendliche Verkehrschaos vor der Grundschule Wandlitz!
Wenn ich es entscheiden könnte, wäre ich dafür, in jedem Ort, wo es nachweislich Kinder und Wachstum gibt, eine eigene kleine Schule mit ortansässigen Lehrern zu integrieren. Ich selbst durfte die ersten Klassen wohlbehütet in Zerpenschleuse besuchen.
Aber statt Lösungen aufzugreifen, verfiel der Ortsbeirat in hitzige Diskussionen und unangebracht lautstarke Äußerungen vom Ortsvorsteher gegenüber der Dame von der Verwaltung. Diese Umgangsweise ist mir völlig unverständlich. Persönliche Befindlichkeiten oder gar Interessen haben in Tagungen und Beschlusssitzungen rein gar nichts zu suchen.
Daher kann ich nur raten: Jede Stimme zählt! Wir brauchen keine Protestwahl sondern eine Vor-Ort-Wahl!
Nadine Nauen
 
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