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Wilde Spekulationen (Nr. 85) PDF Drucken
Ausbau der Bahnstrecke nach Wilhelmsruh
Zweifelsohne ist die Erweiterung der Bahnverbindung über eine zweite Streckenführung von Schönwalde über Mühlenbeck und Schildow nach Wilhelmsruh ein wichtiges Projekt für die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Die meisten Anwohner dürften deshalb das Vorhaben auch begrüßen. Bei der Planung
und Umsetzung des Projektes wurden aktuell bereits deutliche Fortschritte erzielt. Die wichtigste Hürde wurde mit der Übereinkunft zwischen Berlin und Brandenburg genommen.
Für die Durchführung eines komplexen Planungsverfahrens wie der Reaktivierung einer Bahnstrecke für den Personenverkehr ist selbstverständlich die Beteiligung der betroffenen Baulastträger, der Genehmigungsbehörden, der anliegenden Gemeinden und betroffenen Bürgerinnen und Bürger erforderlich. Die Niederbarnimer Eisenbahn-AG hat sich aus diesem Grund von Beginn an um einen intensiven Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie eine konstruktive, transparente Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden und Bezirken bemüht.
Nach der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung am 10. Januar 2019 mit den Bundesländern Berlin und Brandenburg hat die NEB am 13. Februar 2019 die Unterlagen zu den Vorplanungen an die Gemeinde Wandlitz übergeben und Beratungsgespräche mit dem zuständigen Bauamt der Gemeinde geführt.
Sowohl auf der Heidekrautbahnkonferenz am 29. Januar 2019 als auch auf Bürgerversammlungen in allen betroffenen Gemeinden und Berliner Bezirken von März bis Mai 2019 hat die NEB umfassend über das Vorhaben, den aktuellen Planungsstand und weitere Veranstaltungstermine informiert, so im Wandlitzer Ortsteil Schönwalde am 14. Mai 2019 (siehe HK-J Nr. 84). Auf allen Veranstaltungen, aber auch in verschiedenen Informationsmaterialien und auf ihrer Website hat die NEB fortlaufend über aktuelle Entwicklungen und Termine informiert und Präsentationen aus allen Bürgerversammlungen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden eingehende individuelle Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern einzeln beantwortet.
Trotz des offenen Umganges mit diesem Thema ohne irgendwelche Hintergedanken gibt es immer wieder die wildesten Spekulationen. Eine der wesentlichsten ist die Behauptung, mit der Inbetriebnahme der Stammstrecke würde die Bahnverbindung über Schönerlinde nach Berlin-Karow eingestellt. Wir hatten dazu wiederholt im HK-J erklärt, dass das nicht beabsichtigt sei. Doch offenbar gibt es immer wieder Verschwörungsanhänger, die wider besseren Wissens mit ihren Auffassungen Stimmung machen. Die Landtagsabgeordnete Britta Müller (SPD) hat dazu aktuell noch einmal bei der Infrastrukturministerin Kathrin Schneider nachgefragt. Danach bleibt die parallele Streckenführung über Schönerlinde erhalten. Desweiteren wird in dem Schreiben der Ministerin noch einmal unterstrichen, dass die Anbindung bis Gesundbrunnen bis zum Jahre 2030 geplant sei. Aktuell ist die Wiederinbetriebnahme bis Wilhelmsruh geplant. Für den Wiederaufbau des Bahnhofs Wilhelmsruh ist die Genehmigungsplanung bereits abgeschlossen. Auch der Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen ist im Rahmen eines Modellprojektes geplant.
Aus welchen Gründen sich Bürger engagieren, um gegen die Inbetriebnahme der alten Strecke Stimmung zu machen, lässt sich kaum nachvollziehen. Wenn alle Welt über den Klimaschutz spricht und es sogar Initiativen gibt, den Klimanotstand für unsere Gemeinde auszurufen, sollte doch eigentlich eine Verbesserung des Personennahverkehrs die Zustimmung der Allgemeinheit finden. Das gilt insbesondere, wenn zusätzlich ökologisch moderne Verfahren beim Energieeinsatz vorgesehen sind.
Das geplante Projekt der Wiederinbetriebnahme der alten Stammstrecke ist natürlich nicht die heilsbringende Lösung aller Umweltprobleme. Aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung und kann eigentlich nur Unterstützung finden. Dass die NEB dabei nicht ausschließlich aus menschenfreundlichen Motiven heraus aktiv ist, kann niemand ernsthaft in Frage stellen. Letztlich muss auch alles bezahlt werden, von der Planung über den Technikeinsatz bis hin zum Betrieb. Wenn das aber im Interesse der Bürger unserer und der Nachbargemeinden geschieht, werden wir uns dem aufgeschlossen zeigen.
Die Redaktion
Grundlage: Presseinformationen von Katja Tenkoul (NEB Betriebsgesellschaft mbH) und Britta Müller, MdL Brandenburg
 
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