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Gesunder Menschenverstand! (Nr. 85) PDF Drucken
Vor uns liegen nun die Landtagswahlen und die Neuwahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin. Und wie die Kommunalwahlen dürften auch die Wahlgänge am 1. September 2019 einige Überraschungen bereit halten. Die etablierten Parteien – CDU, SPD, LINKE – werden wohl Einbrüche bei den Stimmen hinnehmen müssen. Die
Grünen hoffen, auf der Klimawelle nach oben schwimmen zu können. Die AfD träumt bereits von der Übernahme der Macht im Lande. Auch die FDP würde gern mitmischen. Hinzu kommen Vereinigungen, die nicht unbedingt zu den traditionellen Wahlsiegern zählen. Dazu zählen die BVB / FREIE WÄHLER, die zwar im Landtag bereits vertreten sind, nun aber um den Einzug in Fraktionsstärke ringen. Letztere sind mit dem Slogan „Gesunder Menschenverstand“ angetreten. Eine Aussage, der man durchaus zustimmen kann. Das klingt zumindest solider als „Bock auf Brandenburg“ von Ingo Senftleben (CDU). Da könnte man auch der „Bock von Brandenburg“ sagen. Dieser Werbespruch ist nicht weit entfernt von „Keine Sau braucht die FDP“, was sich ja dann auch bei den letzten Wahlen bestätigte.
Doch zurück zum gesunden Menschenverstand. Was haben uns die Regierungsparteien in der vergangenen Wahlperiode nicht alles zugemutet: Kreisgebietsreform und Altanschließergebühren zeugten kaum von einem gesunden Menschenversstand. Die Bürger waren verärgert, weil sie ganz andere Vorstellungen von einer zukunftsweisenden Politik hatten. Der Vorstoß der BVB / FREIE WÄHLER für die Abschaffung der Straßenbaubeiträge führte zunächst zu pauschaler Ablehnung im Landtag, dann sanftem Einlenken nach 180.000 Unterschriften bis hin zur Beschlussannahme. Am Ende beanspruchten alle den Vorschlag als ihren eigenen. Na egal, Hauptsache er wurde nun angenommen.
Mit den Kommunalwahlen in diesem Jahr wurde auch ein Ergebnis erreicht, was in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so sehr beachtet wurde. Die BVB / FREIE WÄHLER z.B. hat nunmehr zwei stimmberechtigte Regionalräte in die Regionalversammlung entsandt. Dort war sie bislang nur mit beratender Stimme vertreten. Ein Vertreter ist der Wandlitzer Hans-Jürgen Klemm, Sprecher der Bürgerinitiative gegen Windräder in unseren Wäldern. Damit besteht nun die Chance, wesentlich konsequenter gegen den Windradwahn aufzutreten und mit „gesundem Menschenverstand“ den Erhalt unserer Umwelt einzufordern. Das zeigt, dass man schon Einfluss auf die Politik nehmen kann, wenn man die Richtigen wählt.
Warum setzen sich eigentlich die Parteienvertreter so vehement für die Errichtung von Windrädern ein? Begründet wird das mit der Notwendigkeit, erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Warum wird gegen die bisherigen Energiequellen Front gemacht? Atomenergie ist zu gefährlich, nachdem es weltweit zweimal zum GAU gekommen war. Gegen Atomstrom ziehen Grüne und andere Kräfte zu Felde. Gegen Urananreicherung in Deutschland und gegen die Stationierung von Atomwaffen ist der Widerstand weitaus geringer. Andere europäische Staaten kümmert das nicht. Sie produzieren weiter Strom aus Atomkraftwerken, auch an unseren Grenzen.
Energie aus Kohle oder Öl schadet der Umwelt und sorgt für den Klimawandel. Zukunftsträchtig ist diese Energieproduktion nicht. Aber entsteht daraus tatsächlich eine unmittelbare Gefahr für die Menschheit? Durch die Einstellung von Kohlekraftwerken in unserem Land wird wohl kaum ein Vorteil für das Klima entstehen, solange in vielen anderen Zonen weiterhin solche Kraftwerke betrieben werden. Aber ein Anfang muss gemacht werden, und den machen wir. Das Klima ist in Gefahr und so wird jeder Tag, an dem die Sonne scheint, als Beweis für den Klimawandel herangezogen. Und wem es hier zu kalt ist, der fliegt eben in den Süden. Dort genießt er das, was er hier als Beweis für die Erderwärmung betrachtet: Sonne und Sommerhitze.
Gesunder Menschenverstand!?
Dem sollten unsere Politiker in ihrer Arbeit mehr Raum geben.
Horst Schumann
 
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