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Humanistische Lebenskunde (Nr. 9) PDF Drucken
Humanistische Lebenskunde
Nicht-religiöse Wertevermittlung an Brandenburger Schulen
Mit seinem Urteil vom 15. Dezember 2005 hat das Landesverfassungsgericht Brandenburg die rechtlichen Grundlagen dafür gelegt, dass an Brandenburger Schulen ein freiwilliges Unterrichtsfach
„Humanistische Lebenskunde“ gleichberechtigt als Alternative zum kirchlichen Religionsunterricht in den Klassenstufen eins bis sechs angeboten werden kann.
Damit wurde dem Verfassungsgrundsatz Rechnung getragen, wonach Weltanschauungsgemeinschaften mit den Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften in Bezug auf die Erteilung und Finanzierung ihres Unterrichts gleich behandelt werden müssen, solange die Trennung von Staat und Kirche in den öffentlichen Schulen noch nicht vollständig verwirklicht ist.
Dies liegt im Interesse der großen Mehrheit der Bevölkerung im Land Brandenburg, die nicht konfessionell gebunden ist. Damit können Eltern und Kinder sich zukünftig für ein freiwilliges Unterrichtsfach entscheiden, welche Werte vermittelt, ohne einen Gottbezug herzustellen. Humanismus und Aufklärung sind die Grundlagen des Lebenskundeunterrichts. Wie die Christen, ob Protestanten oder Katholiken, so haben auch die konfessionslosen Menschen einen Humanismus, der ihr Denken und Handeln prägt. Dieser weltliche Humanismus ist eine demokratische, nicht-religiöse, ethisch begründete Lebensauffassung. Danach haben alle Menschen das Recht und die Verantwortung, ihr Leben selbst zu bestimmen.
Der Humanistische Lebenskundeunterricht vermittelt altersgemäße Angebote zu Sinn- und Wertfragen unserer Zeit; er behandelt Fragen des menschlichen Seins und der Stellung des Menschen in Natur und Gesellschaft.
Anbieter des Lebenskundeunterrichts ist der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg.
Dipl. phil. Heinz Klos Stellvtr. Vorsitzender Humanistischer Freidenkerbund Brandenburg e.V.

Von der Redaktion nachgefragt:
Welche Perspektiven für einen Humanistischen Lebenskundeunterricht bestehen an den Schulen der Gemeinde Wandlitz?
Antwort:
Der Humanistische Freidenkerbund kann nicht auf einen Schlag flächendeckend in Brandenburg Lebenskundeunterricht anbieten. Wir müssen und wollen dazu Schritt für Schritt die Voraussetzungen schaffen. Folglich ist noch keine konkrete Terminangabe für die Wandlitzer Schulen möglich. Unsere Verantwortung gebietet es, die notwendigen Vorbereitungen sorgfältig zu betreiben. Allerdings wären wir dankbar, wenn Eltern an Schulstandorten uns ihr etwaiges Interesse mitteilten, um vielleicht sogar ein Zusammenwirken bei der künftigen Standortwahl zu erreichen.

Weitere Informationen sind zu erfahren beim
Verein Freidenker Barnim e.V.
Telefon: 03338-39631
email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Web: www.freidenker-barnim.de
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. Dezember 2006 )
 
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