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700 Jahre Prenden – eine Nachbetrachtung
Sicher haben viele Leser des HK-J an den Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier von Prenden teilhaben können. Es waren allesamt gelungene Veranstaltungen, an denen viele Bürger mithalfen und mitwirkten.
Besonders wird uns – und sicher auch Ihnen – der Festumzug in Erinnerung bleiben. Hier haben wir versucht, einen kleinen Teil unserer Geschichte ins Bild zu setzen. Angefangen mit der ersten Bestandsaufnahme im Jahr 1375, wo in Prenden neun Hufner (Bauern), 14 Landarbeiter ohne Besitz, ein Müller, ein Pfarrer und ein Lehnschulze sowie zwei Ritter derer von Sparr gezählt wurden. Danach zeigten sich unsere „Berühmtheiten“ Freiherr Graf Otto von Sparr, der Alchemist und Glasmacher Johan Kunckel (stellte Rubinglas her) sowie Theodor Fontane, der Prenden 1861 bereiste und in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg auch darüber schrieb. Den Bau der Dorfkirche in der Zeit des 16./17. Jahrhunderts demonstrierte an Hand eines Kirchturmmodells der Förderverein Dorfkiche 1611 e.V. Unsere Jugendlichen zeigten, wie man mit viel Mühe seinerzeit einen Findling transportierte. Unser noch am Strehlesee vorfindbare Riesenstein wurde gemeinsam mit seinem „kleineren Bruder“ 1887 an Berlin verkauft. Den kleineren Stein konnte man mit viel Mühe zum Humboldthain transportieren, unser Riesenstein war zu groß und blieb uns deshalb erhalten!

Prenden hatte eine eigene Schule
Von 1913 bis 1968 verfügte das kleine Dorf Prenden über eine Mehrklassenschule, in der die Kinder gut aufgehoben waren und auch viel lernten. Zu dieser Zeit brauchten sich unsere Eltern keine Gedanken über Schulbusfahrpläne, Umsteigezeiten oder Schulbuskosten machen.
Prenden war auch schon mal ein anerkannter Luftkurort. Ausschlaggebend war dafür natürlich unsere wunderschöne Landschaft mit den herrlichen Badeseen. Um 1928 fuhr erstmalig ein Postauto, welches jedoch nur losfuhr, wenn wenigstens sechs Fahrgäste einstiegen. Die Zahl der Badegäste und Sommerfrischler aus der Stadt nahm in den Folgejahren so zu, dass sie unsere Einwohnerzahl um vieles überragte. Die Reisegesellschaft wurde im Festumzug von der Interessengemeinschaft FKK Mittelprendener See begleitet, die natürlich (historische) Bademoden trugen.

Gewerbe – früher und heute
Einen weiteren Abschnitt bildete das ehemalige heimische Gewerbe und Einrichtungen, von denen nur ein Teil gezeigt wurde, wie z. B. Bäcker, Fleischerei, Tischlerei, Gemeindeschwesternstation, Poststelle, ABV (Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei). Die Kindergartengruppe ist leider auch im Ort nicht mehr zu finden, der Kindergarten wurde 1997 geschlossen. Unsere ehemaligen Kindergärtnerinnen haben im Festumzug bewiesen, dass ihr Herz immer noch den Kleinsten gehört.
Dass es noch ansässige Gewerbe im Ort gibt, zeigten die Fischerei und das Jagdhotel, welche mit schön geschmückten Fahrzeugen im Zug mitfuhren. Den Abschluss des Zuges bildeten die Vereine, wie der Anglerverein Prenden, der übrigens in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feierte, die Golfclubmannschaft Prenden sowie die Schützengilde Prenden- Lanke 1993 e.V. und schließlich unsere Ortsfeuerwehr mit ihrem neuen Fahrzeug. Der Festumzug wurde von Susann Holze und Carola Richter moderiert. Den Text schrieb Anita Holze. Die Organisation lag in den Händen von Martina Salow und Sabine Christ. Den Kameraden der Lanker Feuerwehr sei auf diesem Wege nochmals gedankt für ihren Einsatz als Schilderträger!
Wer übrigens mehr über Prenden, seine Geschichte und Leute wissen will, kann in unserer Chronik nachschlagen. Sie ist in den Fremdenverkehrsämtern Wandlitz und Biesenthal erhältlich zum Preis von 5,00 EUR.
Noch ein Wort zu den Finanzen: Anlässlich der 700-Jahr-Feier Prendens wurden dem Ortsbeirat Prenden 7.500 EUR aus dem Gemeindehaushalt zur Verfügung gestellt. Da die Druck- und Fertigungskosten der Chronik mit 3.500 EUR veranschlagt waren, standen für die Feierlichkeiten (Konzerte, Kinderprogramm, Feuerwerk usw.) nur noch 4.000 EUR zur Verfügung. Nach Mitteilung der Amtsverwaltung können auch die Mittel aus der Refinanzierung der Chronik für die Restfinanzierung genutzt werden.
Waltraud Faust
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. Dezember 2006 )
 
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