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Zentrum für die Gemeinde! (Nr. 1) PDF Drucken
Auf der Suche nach einem Zentrum für die Gemeinde!
Wie auf einer Perlenschnur reihen sich im wesentlichen unsere Ortsteile an der Bundesstraße 109 und an dem Verlauf der Heidekrautbahn entlang.

Stolzenhagen, Prenden und Lanke sind Verzweigungen der Perlenreihe.  Die überwiegende Zahl unserer Bewohner,Wochenendler und Gäste erleben die Fahrt durch unsere Gemeinde Wandlitz mit dem Auto oder mit der Heidekrautbahn und kommen meist aus der Berliner Richtung. In Schönerlinde, dem südlichsten Ortsteil der Großgemeinde, beginnt nun die fast 30 km lange Fahrt. Hinter der auf einem Anger liegenden spätgotischen Feldsteinkirche liegt etwas abseits der Straße, aber noch gut sichtbar, das frühere Gemeindezentrum des Ortes Schönerlinde und ein Autohandel. An der Tankstelle ist die ortsübliche Bebauung abgeschlossen. Bis zum Verlassen des Ortes begleiten uns Felder und, weithin sichtbar, die ersten Windkraftanlagen. In Schönwalde, dem typischen Brandenburger Straßendorf mit seinen denkmalgeschützten Hausfassaden, bemerkt der aufmerksame Besucher eine Kirche ohne Kirchturm. Die Kreuzung mit Feuerwehr-Gebäude,Kirche und den verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten und Gaststätten ist ein Zentrum, das auch die Verbindung nach Bernau und nach Mühlenbeck ermöglicht. Am Ortsausgang liegen gewerbliche Ansiedlungen. Die B 109 führt jetzt durch ein schönes Waldgebiet, der beginnenden grünen Lunge in unserem Gemeindegebiet. Auf ein großes Gewerbegelände werden wir vor der Ortslage Basdorf aufmerksam gemacht. Gleich nach dem Ortseingangsschild Basdorf liegt rechts (östlich) das Gelände der Fachhochschule der Polizei. Die in den nächsten Jahren umziehende Fachhochschule hinterlässt in vielen Bereichen eine Lücke, deren begleitende Schließung sich die Verwaltung der Gemeinde verpflichtet fühlt. Diese Aufgabe ist die größte Herausforderung im Gemeindegebiet. Die entlang der B 109 nach 1990 entstandenen Wohn- und Geschäftshäuser machen einen angenehmen Eindruck. Sie bieten gute Einkaufs- und auch Freizeitmöglichkeiten. Die infrastrukturellen Voraussetzungen Bahn-, Busanschluss und die Fernverkehrsstraße waren günstig für das Basdorfer Zentrum. Kann es ein Zentrum für die Gemeinde sein? Wir wollen sehen, was uns noch begegnet. Nach dem Passieren des Eisenbahnübergangs der Heidekrautbahn Richtung Liebenwalde kommt zur Linken der Straßen-Abzweig nach Zühlsdorf, dessen Bewohner sich in manchen Dingen nach Basdorf hingezogen fühlen. Ein Radweg, der 2006 gebaut wird, soll Basdorf enger mit Zühlsdorf verbinden. Auf Zühlsdorfer Seite ist er schon fertig. Es geht weiter hinein in das alte Dorf Basdorf. Der Anger beherbergt schon über mehrere Jahrhunderte das Bauwerk der Saalkirche. Mit den Ausläufern der stark zergliederten Wohnbebauung von Basdorf kommt der Fahrende nach Wandlitz/Wandlitzsee und wird u. a mit dem Einkaufsmarkt, Autohäusern und Tankstelle begrüßt. Der neue Kreisverkehr beruhigt zwangsweise den durchfließenden Verkehr und bietet nach rechts den Abzweig Richtung Bernau mit der Brandenburg-Klinik und in Linksrichtung nach Oranienburg. An der nächsten Ampel-Kreuzung hat sich zwischen dem Haltepunkt "Wandlitz" der Heidekrautbahn und der B 109 ein Wohn- und Geschäftsgebiet mit gastronomischen Einrichtungen etabliert. An der Kreuzung wird auch auf ein Museum hingewiesen, aber nicht auf unser "Agrarmuseum". Schade. Hier gibt es Nachholbedarf. Man fragt sich,wann der etwas abseits liegende Dorfkern von Wandlitz zum Zentrum entwickelt und touristisch entsprechend hervorgehoben wird? Wir erreichen nach einem Kilometer den Bereich Wandlitzsee mit seinem Bahnhof, dem beliebten Strandbad, seinen gastronomischen Einrichtungen und den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Die neue Jugendherberge muss hervorgehoben werden, auch wenn diese im neuesten Straßenplan noch nicht aufgeführt wird. Dieser Mangel trifft auch den Plan zu den um das Rathaus liegenden Einkaufs- und Gaststätten zu. Es hat sich um das Rathaus ein vielseitiges Zentrum mit einer guten Infrastruktur herausgebildet, nicht nur für die Wandlitzseer, auch als Anlaufpunkt für die aus Stolzenhagen und Lanke kommenden Besucher. Weiter auf der Perlenschnur B 109 nach Norden:Wir kommen vorbei an Wald, Feldern, mit Sicht auf mehrere Windkraftanlagen – hinein nach Klosterfelde, das sich durch seine Entwicklung im 19. Jahrhundert zur Industriegemeinde, besonders in der Be- und Verarbeitung von Holzwerkstoffen, mauserte. Das Internationale Artistenmuseum liegt am Weg und hat eine stattliche Besucherzahl. Das Zentrum dieses Ortes liegt an und zwischen der Hauptstraße und dem Bahnhof der Heidekrautbahn. Die Einkaufsmöglichkeiten werden durch einen kleinen Markt ergänzt. Von hier aus kann man auch den Ortsteil Prenden auf der Straße erreichen. Mit dem Auto hat man fast 30 km zurückgelegt, wenn man den Oder- Havel-Kanal und gleich danach den Ort Zerpenschleuse erreicht hat. Der nördlichste Ort unserer Gemeinde liegt entlang des Langen Trödels und in Verbindung mit dem Kanal. Anfang September findet hier jährlich das beliebte Drachenbootrennen statt. Die Straßenerneuerung in der Ortslage Zerpenschleuse ist im vollem Gange. Von allen wurde dieser Straßenneubau dringend erwartet. Nun ist es soweit. Aber auch hier haben wir kein Zentrum gefunden, das für unsere Gemeinde repräsentativ wäre... Und man fragt sich am Ende:Wozu brauchen wir denn ein Zentrum für die Großgemeinde, das von allen Bewohnern der neun Ortsteile als solches angesehen würde? Auf dem Weg von Schönerlinde nach Zerpenschleuse gibt es viele schöne Verweilpunkte. Die kleinen, historisch gewachsenen Ortszentren sollten schön ausgebaut oder als schmucke Mittelpunkte der Ortsteile erhalten bleiben. Eine kluge Gemeindevertretung wird dafür Geld bereit halten. Wer sich in seinem Ort wohlfühlt, lebt auch gern in der Großgemeinde! Das hofft Wolfgang Weidler,Wandlitz
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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