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Der Bunker und keine Lösung? (Nr. 2) PDF Drucken
Der Bunker und keine Lösung?
Zu den bisher ungelösten Problemen in unserem Gemeindegebiet gehört die bessere Vermarktung des Bunkergeländes in Prenden, insbesondere die noch immer nicht erfolgte touristische Erschließung des eigentlichen
Bunkers. Bei dem Bunker handelt es sich um eine zwischen 1978 und 1983 erbaute 3-etagige unterirdische Anlage. Dieser Bunker ist der modernste Massivbunker, der auf dem Gebiet der DDR erbaut wurde. Und er ist auf seine Art ein Zeugnis des Kalten Krieges. Der Betreiber der auf dem Bunkergelände beheimateten Schießsportanlage hat vor über zwei Jahren einen Antrag auf touristische Nutzung des sogenannten "Honecker-Bunkers" gestellt. Hilfe wurde ihm von vielen lokalen Politikern aus den verschiedenen Parteien angeboten, aber nie gewährt. Das eigentliche Problem ist, dass ein Teil des Bunkergeländes in Prenden dem Land Berlin gehört. So wurde auch Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, angeschrieben. Dies allerdings auch ohne Erfolg. Es entsteht der Eindruck, dass das Land Berlin noch nicht hoch genug verschuldet ist, wenn es auf durchaus erzielbare Pachteinnahmen seit Jahren verzichtet. Die Politiker reden gern von Eigenverantwortung. Hier wird aber ein potentieller Investor durch die Willkür einzelner Beamter geradezu vergrault. So wurde bisher eine Nutzungdes seit 2003 auf der Denkmalsliste des Landes Brandenburg stehenden Bunkers als Museum verhindert. In unserer Region, die angeblich vom Tourismus Nutzen ziehen will, schlummert das absolute Highlight des Bunkerbaus in der DDR. Großes Interesse an diesem Objekt besteht, wie die fortwährenden Versuche des illegalen Zutritts beweisen. An anderen Orten wie Biesenthal, Ladeburg (auf dem Gelände des Tierheims), Harnekop (MOL), Garzau bei Strausberg und Wollenberg (MOL), also ganz in unserer Nähe, zeigt sich, dass ein immenses Interesse an diesen Bauten unter der Erde besteht und die dortigen Ortschaften von und mit den Bunkerinteressierten gut leben können. Die Großgemeinde Wandlitz hätte bei einer privaten Bewirtschaftung des sogenannten "Honecker-Bunkers" als Museum einen weiteren touristischen Magnet zu bieten. Als angenehmer Nebeneffekt würden Arbeitsplätze direkt am Bunker entstehen. Auch indirekte Einnahmen durch die Bunkertouristen im Hotel- und Gaststättengewerbe entgehen den örtlichen Gewerbetreibenden und damit auch der Kommune. Mancher Bunkerinteressierte würde bemerken, dass Wandlitz auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, die zu einem längeren Verweilen einladen.
Frank Bergner, Basdorf Gemeindevertreter
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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