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Überparteilichkeit – was ist das?
Die Redaktion des „Heidekraut Journals“ diskutierte mehrfach über Leitgedanken, die sie ihrer Arbeit zu Grunde legen will.
Einige dieser Grundsätze leuchten dabei sofort ein: Demokratisch, kritisch, bürgernah, tolerant, konstruktiv, sachlich, informativ, heimatverbunden; die Begriffe „überparteilich“ oder „parteiunabhängig“ bedürfen vielleicht der genaueren Betrachtung. Dabei meint „demokratisch“, dass die Regeln der Demokratie und die Bestimmungen der Pressegesetze eingehalten werden; und umgekehrt ergibt sich, dass extremistische, rassistische oder faschistische Beiträge keinen Platz finden. „Kritisch“ und „bürgernah“ gehören eigentlich zusammen, denn der kritische Blick richtet sich weniger von der Amtsstube her auf den Bürger, sondern vielmehr vom Bürger aus auf Verwaltung, Behörde oder Regierung. Auch darin erblicken wir reale Demokratie. „Sachlich“ soll die Sprache sein. Gepöbelt und verunglimpft wird nicht. Gelegentliches Glossieren oder eine Polemik kann und wird es geben. Über humorige, satirische oder ironische Beiträge, die zum Schmunzeln oder Nachdenken veranlassen, würden wir uns freuen. Information und Argumentation können ja auch Unterhaltungswert haben. „Heimatverbundenheit“ zu fördern – dieses Ziel hat mehrere Komponenten. Die neue Großgemeinde will und soll Heimat für 20.000 Einwohner mit einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl werden. Aber das muss ja nicht heißen, sich von dem Wohn- und Geburtsort mit seiner Tradition und Geschichte zu lösen: Nicht das „Entweder – Oder“, sondern das „Sowohl als auch“ möchten wir fördern. Und auch der Barnim als Region mit seinen vielen Naturschönheiten ist Heimat, die wir nahebringen wollen. „Parteiunabhängigkeit“, manche sagen „Überparteilichkeit“ – was besagt das ? Das „Heidekraut Journal“ gehört keiner Partei, es wird von keiner Partei finanziert und es wird von keiner Partei dirigiert. Das klingt einfach, ist es aber nicht ganz.Wer in der Kommunalpolitik der Bürgermeinung und der Bürgerkritik ein Sprachrohr und den demokratischen Parteien eine Plattform bieten will, kann kein politisches Neutrum sein. Und das Blatt als Ganzes kann und will, da es Bürgerinteressen in den Mittelpunkt stellt, nicht unpolitisch sein. Die Lösung liegt in der gleichen Chance für alle. Das wollen wir gewährleisten. Alle Bürger, gleich welcher politischen Richtung oder Weltanschauung, und alle Parteien sollen zu Wort kommen. Dazu rufen wir ausdrücklich auf. Wenn hierbei Parteien und Leser individuelle Standpunkte vortragen, mag zunächst der einzelne Beitrag parteiisch sein. In der Vielfalt und in der Zusammensetzung entsteht aber ein parteiunabhängiges, informatives Bild, das dem Leser die Meinungsbildung ermöglicht. Wir wollen die gute Tradition der früheren Ortszeitungen „Basdorf-Info“, „Schönwalder Journal“ und „Wandlitzer Extrablatt“ mit der Veröffentlichung von Leserbriefen und Beiträgen der Parteien weiterführen. Die Redaktion
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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