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Müll in Basdorf (Nr. 3) PDF Drucken
Mangelndes Umweltbewusstsein, Gedankenlosigkeit oder System?
BASDORF im November. „Von Umwelt ist viel die Rede. 
Sie soll gepflegt werden, gilt als schutzbedürftig und als kostbares Gut“, stellt CDU-Gemeindevertreter Uwe Liebehenschel, der auch Mitglied des Ortsbeirates Basdorf ist, fest.  Aber angesichts von Müllablagerungen in den Wäldern von Wandlitz sei die Botschaft noch nicht bei allen angekommen. Bestes Beispiel dafür sei ein Geländeabschnitt östlich des Bernauer Wegs in Basdorf. „Hier scheinen Menschen aus unsere Umgebung in der eigentlich idyllischen Natur eine Müllkippe aufmachen zu wollen“, sagt Liebehenschel. Nachdem der Bereich schon in der Vergangenheit als Müllhalde benutzt worden sei, entwickle sich in dem Waldstück ein Schrottplatz für ausgediente Autoteile, Autositze, Spoiler, Sitzbezüge, Autoreifen und diverse andere Teile. Fragen müsse man sich, was in den Köpfen der Landschaftsverschandler vorgehe: Ist es wirklich nur Gedankenlosigkeit? Das Schlimme sei, es handele sich nicht um Einzelfälle. „Wer mit offenen Augen durch unsere Gegend wandert, wird überall fündig: Plastiksäcke, Fernseher, Hallogenscheinwerfer, Grillgeräte, Reste von Laminat, Altkleiderablagerungen, Kühlschränke, ja selbst Heizungsanlagen verunzieren das Gelände“, bedauert der Basdorfer Gemeindevertreter. „Es ist an der Zeit, dass wir alle gegen die Minderheit vorgehen, die glaubt, für sie gelte eine geregelte Abfallversorgung nicht“, sagt Uwe Liebehenschel. Das wilde Entsorgen von Müll ist kein Kavaliersdelikt. Es zeugt von mangelndem Verantwortungsbewusstsein und völliger Ignoranz unserer Umwelt. Der Basdorfer will aus diesem Grund mit einer Anfrage an die Gemeinde klären, welche Möglichkeiten Bürgermeister Tiepelmann sieht, wilden Müllablagerungen einen Riegel vorzuschieben. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Stolzenhagen. Dort wird auf Anregung von Ortsbürgermeister Falk Hennersdorf regelmäßig die Natur von unliebsamen Hinterlassenschaften befreit. Unter großer Beteiligung der Stolzenhagener Bevölkerung wird gemeinsam wild abgelagerter Müll eingesammelt und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt. Das ist vorbildlich und schärft das Bewusstsein für die Umwelt. Und: Es könnte vielleicht auch in den anderen Wandlitzer Ortsteilen Schule machen?
Hartmut Raetzer Basdorf
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. August 2006 )
 
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