Artistenmuseum... (Nr. 24) PDF Drucken
...mit vielen Überraschungen artistenmuseum
Die Enthusiasten des Artistenmuseums überraschen ihre Besucher mit der
Sonderausstellung „Artisten, Variete und Zirkus in der Filmwelt“, eröffnet am 25. April vor über 70 Gästen, zusammengestellt von den Sammlern Rainer Winkelmann und dem Ehepaares Giesela und Dietmar Winkler,  mit Wissenswertem zur Filmgeschichte. Wer wusste schon, dass der Film als Varieté-Attraktion geboren wurde? Die Brüder Max und Emil Skladanowsky aus Berlin-Pankow zeigten mit Hilfe eines von ihnen entwickelten „Bioscopes“ weltweit erstmals der Öffentlichkeit kurze Filmstreifen in Form beweglicher Bilder im Berliner Wintergarten. Erinnerungen werden bei älteren Besuchern mit Titeln wie „Salto mortale“, „Die 3 Codonas“ oder „Manege frei“ geweckt.
Ein besonderes Erlebnis war wieder, wie Roland Weise mit Humor und Charme die Gäste durch das Museum führte und dabei über Exponate und seine Tätigkeit in mehr als sechs Jahrzehnten plauderte.
Hören- und sehenswert war das Programm mit Künstlern des russisch-ukrainischen und jüdischen Musikerkollektivs, auch Freunde des Artistenmuseums. Sie spielten ohne Honorar und bezahlten selbst die Fahrkosten.
Es ist erfreulich, dass unsere Gemeinde das Artistenmuseum mit wenigstens 7.000 Euro unterstützen will, der Landkreis Fördermittel zugesagt hat und Mitarbeiterinnen von Job-Center Barnim bezahlt werden. Diese Zuwendungen erscheinen hoch verdient, wurde doch unser Ort Klosterfelde in den letzten zehn Jahren weltberühmt durch etwas in Europa Einzigartiges, der „Ruhmeshalle der Artisten und des fahrenden Volkes“, dem vom Berliner Roland Weise in den 90er mit privaten Mitteln eingerichteten Artistenmuseum. Erst 1997 vom Minister Steffen Reiche eröffnet, korrespondiert heute der Förderverein des Museums mit Artistenvereinigungen in der ganzen Welt.
Hat sich Roland Weise damit den Titel „Ehrenbürger der Gemeinde Wandlitz“ verdient?
Dieter Schultz
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 5. Juni 2009 )
 
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